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lohnnngcn oder Begnadigungen; „eines Fürsten Feder mnßda niemals träge sein!" pflegte er zu sagen. Aber die Be-gnadigungen der Schlechten waren oft das Unglück der Recht-schaffenen. Er machte artige Verse, man hat deren noch eine»ganzen Band; er war ein geschickter Maler, versäumte aber dar-über seine wichtiger» Fürstcnpstichten. Er saß eben und malte einRebhuhn, als man ihm die Botschaft hintcrbrachte, sein König-reich Neapel wäre verloren; er zuckte die Achseln und — malteruhig weiter. Bei den Celcstinern zu Avignon zeigte man nochvor der Revolution ei» Gemälde von seiner Kunst. Es war dasBild einer seiner Geliebte». Aber so wie dieser fürstliche Künstlerhat wohl noch keiner seine «»gebetete Schone dargestellt und ver-ewigt. Sie ist im Begriff, aus dem Sarge hervorzusteigen; ihrLeichnam ist verweset, ihr Fleisch von Würmern zerfressen, dieKnochen stehen ekelhaft hervor.
Ein Gastmahl seltener Art.
Aller Lurns der heutigen Welt reicht zuletzt doch nicht an denLnrns der Römer zur Zeit ihres Sittenverfalls. Man vernimmtdergleichen noch etwa, wie ein morgenländisches Feenmährchen, *und staunt über die glänzenden Rasereien.
Kaiser Berus, so erzählt uns Julius CapitolinnS, wollteauch einmal ein glänzendes Abendessen geben. Er lnd nur zwölfPersonen ein, ganz nach der Römersttte und Sprichwort jener Zeit:„Sieben Gäste machen ein Gastmahl, nenn aber eine lärmendeGesellschaft."
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