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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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zen Volke mit ungeheurer Verschwendung ein prächtiger Schwansgegeben. Dio Cassius erzählt uns dies im 48. Buch seiner rö-mischen Geschichte, Kap. 34. Man sage doch nicht, solche Anekdotesei dem Ernst der Geschichte unwürdig. Nein, sie ist ein höchstbezeichnender Zug in der Geschichte der Menschheit,lehrreicher, als die Schilderung aller eurer Hauptschlachten.

Oeffentliche Gewissenhaftigkeit.

Die Lhker, ein Völkchen in Kleinasien, wichen, nach Hero-dots treuem Zengniß (B. 1. Kap. 173), von der genealogischenMethode aller andern Nationen ab, und zwar, wie sie meinten,ans guten Gründen. Sie nannten sich nämlich nicht nach ihrenVätern, sondern nach ihren Müttern.Fragt dort einer denandern, von welcher Familie er stamme: so gibt er das Geschlechts-register seiner Mutter und Großmutter und Urgroßmutter an.,,Keine Nation hatte so zuverlässige Stammbäume, so ehrlicheGenealogen.

W a h l s p r ü ch e.

Die Wahlsprüche mancher im Laufe der Welt wichtig gewor-dener Personen enthalten zuweilen den Kern ihrer Marimen, denSchlüssel ihrer räthselhaftesten Handlungen.

Der Snrintendant Ludwigs des Vierzehnten, der ehrgeizigeFougnet, hatte das Motto: guo non asoenäam? Es verhalfihm znm Sturz.

Heinrich der Vierte von Frankreich hatte die Devise: invia.virlull nnlla 68t via (unwegsam ist der Tugend keine Bahn). EinSpruch des edel» Königs Werth.