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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Brust. Wäre selbst die Auscrwählie nicht gleichgültig gegen ihn,sie wurde ihn für immer verschmähen, wenn er das geringste Wortausspräche; sogar alle andere Weiber würden ihn verachten. Aberdie Liebe sieht, wo auch kein Wort, kein Seufzer spricht.

Des Nachts verläßt der liebende Wilde sein Lager, und gehtmit angczündeter Pfeife zur Hütte des crkohrnen Mädchens. Ertritt in die Wohnung der Schönen; denn Schloß und Riegel sinddort fremd, und die Tugend bewacht sich noch selbst. Wenn nundas Mädchen ihm die brennende Tabakspfeife anslöscht, dann hates Gegenliebe bekannt, und der Glückliche darf Alles wagen. Läßtes aber die Pfeife brennen, dann hat ihn verschmäht. Bestürzt,niedergeschlagen verläßt der Jüngling, doch ohne zu murren, mitseiner brennenden Pfeife die Hütte der Geliebten, und kehrt niewieder zu ihr zurück, zn der Grausamen, die das Feuer seinesHerzens und seiner Pfeife nicht löschen wollte.

Des Kaisers Bart.

Cajns Oetavius Cäpias, oder, wie er sich nachher nannte,Cäsar, oder wie er zuletzt hieß, Angustus, fand zwar noch eineRepublik, aber keine Republikaner mehr. Daher that er gar nichtübel, dem Nathe des wackern Agrippa die schmeichelnden Vor-schläge des weltklügcrn Mäccnas vorzuziehen, und Rom in eineMonarchie zn verwandeln.

Sobald Cäsar Angustus einmal die Gewalt in Händen trug,fand man natürlich Alles sehr göttlich an ihm. Im Jahr 714nach Roms Erbauung ließ er sich zum erstenmal den Bartabuehmen. Dies große Ereigniß war für die Enkel der Scipio-nen und Cincinnatcn allerdings ein wichtiger Anlaß, einen fest-lichen Tag zu begehen. Zu Ehren dieser Bartschur ward dem gan-Zsch. Grs Schr. 3s. Thl. 12