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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Seite
258
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werden könne, auftreiben und einbringen. Verbrennen wollte ersie, sagte er. Man bekam einen ziemlichen Vorrath. Als er siehatte, ließ er sie verkaufen, aber ganz unter der Hand; dasbrachte ihm an zehntausend Thaler ein, und gab ihm viel zu lachen.Die Franzosen," Pflegte er oft zu sagen, sind herrlicheMenschen; ich lasse sie singen und schreiben, und sielassen mich machen was ich will."

Die theuern Heiligen.

König Joseph von Spanien hob am 21. August 1809 eineAbgabe auf, die im ganzen Königreich unter dem Namen desBoto de San Dago erhoben zu werden Pflegte.

Ein Madrider Blatt erzählte bei dieser Gelegenheit den selt-samen Ursprung dieser frommen Steuer des spanischen Volks auffolgende Art.

König Ramiro der Erste berief einst alle Prinzen, Erz-bischöfe, Bischöfe, Pfarrherren und andere achtbare Leute seinesReichs, endlich alle seine Völker, um den Mauren eine großeSchlacht zu liefern, und sich von dem gottlosen Tribut zu befreien,den seine Vorfahren an die Mauren alljährlich entrichten mußten.Der Tribut bestand nämlich in nichts Gcringerm, als in hundertschönen Jungfrauen (eien ckoncsilss). Die Schlacht begann sehrunglücklich für die Christen. Der König zog sich mit dem Restseines Heeres auf den Berg Clavijo. Während der Nacht er-schien ihm der heilige Jacobns im Traum, drückte ihm die Hand,verhieß ihm am folgenden Tage während des Treffens sichtbar zuerscheinen und ihm den Sieg zu verleihen. Es geschah wirklich,wie er gesagt hatte. Sechszigtauscnd Ungläubige verloren dasLeben. Und alle Großen und das Volk gelobten, von nun an die