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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
223
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einen Theil Vvn der Frucht seines Schweißes zahlen muß, so wirdnoch das übrige Volk zu gleichem Zweck aufgeboten, bewaffnetund ins Schlachtfeld geführt. Warum wird dem Soldaten selbstim Frieden ein Vorrang vor den Bürgern gegeben? Warum tragenselbst Fürsten am liebsten militärische Uniformen? Sind unter allenverdienstvollen Ständen der Nation die Soldaten die verdienst-vollsten? Oder ist es nöthig, um den militärischen Esprit de Corpszu zeigen, daß man den Bürger neben dem Krieger verächtlichmacht, selbst in unfern mit Zivilisation prangenden Staaten?

Nicht Frankreichs stehende Heere, sondern Frankreichs Bür-gersoldaten legten den Grund zu Frankreichs jetziger Größe.Nicht Roms Soldaten, sondern Roms bewaffnete Bürgerstifteten das gewaltige Reich. Als Cäsar einst die aufrührerischenSoldaten der zehnten LegionBürger" anredcte und sie mit diesemWorte verabschiedete, riefen sie mit stürmischem Schmerz:Nein,Soldaten sind wir! führe uns, wohin du willst!" Aber dergrößere Theil dieser Soldaten, welcher verächtlich ans den Bürgerniederblickte, war selbst nie Bürger gewesen, sondern nur aus denunterjochten Völkern gehoben, die Unterjochung sortzusetzen. Dochzu dieser Zeit hatte Nom den Wendepunkt seiner Hoheit erreicht,und nun sank es zur wohlverdienten, unsterblichen Schmach.

Die Königin Elisabeth und ihr Kanzler.

Graf Esser war in Ungnade gefallen. Natürlich, jetzt warder Mann durchaus nichts Werth. 'Trotz dem ließ sich ein gut-müthiger Doktor, Namens Hayward, beigchcn, dem Grafen einhistorisches Werk zu dedizircn. Das nahm, wie billig, die Königinsehr übel; sie wollte dem armen Doktor durchaus ein Hochverraths-