Die nachfolgenden Lehrbilderchen find hier ans verschiedenen Zeit-schriften, in denen sie anfangs zerstreut waren, unter der Aufschrift:„Kliv's Winke", zusammengetragen*), weil sie in der That mirleichte Fingerzeige der Geschichtmuse zur Belehrung oder Warnungsein sollten. Mehrere derselben hatte der Verfasser unter demNamen „Stoff zu Parallelen" gegeben, indem Denkweise und Hand-lung der Vorwelt stummdeutend den Handlungen und Denkartendes Tages gegenübergestellt wurden, und, das »radulu Soest« zufinden, dem Leser überlassen blieb.
Vielleicht gibt es keine zweckmäßigere Benutzungsart der Ge-schichte zum Unterricht für junge Fürstensöhne in Lebens - und Staats-klugheit, als solche Aushebungen kleiner, merkwürdiger Züge, indenen sich oft Staatsklugheiten und Staatsunklugheiten des Tagesmit buntem Farbenglanz auf dem Hintergründe der Vergangen-heit nur abzuspiegeln scheinen. Die Geschichte, indem sie bloßunterhalten zu wollen scheint, belehrt, und wirkt unmittelbarer undtiefer auf das Gemüth des Einzelnen, wenn sie Blicke in das Ge-müth Einzelner werfen läßt, während allgemeine Umrisse von Völ-kerschicksalen mehr das Gedächtnis!, als Verstand und Herz in An-spruch nehmen.
) Zuerst im Jahre 1828 in H. Zschokke'S „ausgewählten Schriften",und erscheinen hier wieder in fast unveränderter Gestalt.