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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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nützigere Kenntnisse zu verbreiten. Ich sah mit Vergnügen tnUri, Schwyz, Unterwalden und dem Bezirk Arth an sehr vielenOrten meine Absichten erfüllt.

Zwar, nachdem ich die Waldstätte verließ, ging unter den ewigwechselnden politischen Unruhen und Stürmen das Meiste dessenwieder ein, was Gutes begonnen worden doch, ich weiß cs,nicht alle auSgestreute Saaten sind verloren, und manches hinge-worfenc Körnlein treibt im Verborgenen seinen Keim, dessen Fruchteinem später» Geschlecht wohlthun wird.

Noch Manches ward zu dieser Zeit angefangcn, um die Er-werbsquellen der verarmten Gegenden zu vermehren. In Einsie-dcln, so wie zu Schwyz, bildeten sich ökonomische Gesell-schaften, zur Verbesserung der verwahrloseten Landwirthschaft;Gesellschaften, welche heut nicht mehr vorhanden sind, so nützlichfür das Land auch ihre Errichtung sein mochte. Man will nichts,als das Alte, und nur das Alte; ob Wohlstand, ob Sittlichkeit,ob Aufklärung des Volks gleich dabei erliegen, ist dem großenHaufen im stolzen Gefühl seiner Unbeschränktheit gleichgültig.

Es wurden zwischen Privatpersonen und der Negierung Unter-handlungen angesponnen, um, zum Ersatz der eingehenden Muffelin-Fabriken, Wollentuch-Manufakturen in Unterwalden zu stiften.Der durch Wohlthätigkeit und Begünstigung gemeinnütziger Unter-nehmungen ehrwürdig gewordene Alt-Landammann Camenzindvon Gersau erbot sich zu ansehnlichen Vorschüssen zu diesen Manu-fakturen. Der Chorherr Mohr von Luzern erbot sich, auf eigeneKosten die Tuchwebereien im Elsaß zu besuchen, und ihre Detailszu studiren.

Schon damals wagten einige unwissende Mönche und Geistliche heim-lich das Noth- und Hülssbilchlein, als ketzerische Lehre enthal-tend, zu verschreien, ohne jedoch ihren Zweck zu erreichen.