Druckschrift 
35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
66
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Ihr Glücklichen bei frohen Gastmählern, während ener'Freudengesang erschallt, ächzen in unfern Gebirgen kummervolleVäter, hungernde Waisen, Mütter umringt von weinenden Kin-dern! Eine Zusammensteuer von euch, und der Segen derGreise, das freudige Lallen der Unmündigen tönt rührend in euerfrohes Lied!

Schweizer! Schweizer, liebe Brüder! noch wollen wir nichtverzagen. Ein Schweizcrherz ist immer voller Erbarmen. JederBerg, so sich aus den Waldstätten zu den Wolken des Himmelserhebt, ist für euch ein Erinnerungsmal an unsere Noth, jedesGebirg strecket jetzt seine Arme gleichsam empor, Hilfe zu fordern-für seine leidenden Bewohner.

Schweizer, liebe Brüder, und so wie ich heut stehe mit thrä-nenvollen Augen an der Spitze von tausend verlassenen und ver-zagenden Brüdern, und euer Mitleid auffordere für sie: so steh'ich einst wieder an der Spitze dieser Tausenden vor Gottes Thron,an dem Tag, da die guten Thaten belohnt werden, da sollunser heißer Dank für euch zum Richter der Todten und Leben-digen steigen."

Die Schilderung von den Trübsalen dieser Gegend erweckte ihrtausend Wohlthäter. Alle Parteien vereinigten sich zur Unterstützungder Brüder. Wo Schweizer in entfernten Ländern wohnten, sandtensie ihr Schärflein in die beklagenswürdige Heimat. Die Schweizer-Regimenter Reding und Jann in Spanien sandten über 7000Franken. Die freundlichen Nachbaren Helvetiens, Biel, Mühl-hausen und Neuen bürg, blieben in den Werken der Wohl-thätigkcit nicht zurück. Aus der letztem Grafschaft allein wurdendurch die Herren Dupasquier und Montmollin-Meuron weitüber 11,000 Franken eingeschickt. Selbst ans verschiedenen Gegen-