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zähmte die Graubündncr in den Ebenen von Chur und durch dieVerheerung von Disentis. Soult unterjochte die Schwyzer durchSchrecken, und die Urner mit wiederholten Kämpfen, bis er imLivincrthal ihre letzten Neste zerstreut hatte. Von hier aus bot erden Generalen Leconrbe und Loison die Hand, welche mit denTrümmern ihrer Schaarcn aus dem Engadin vor der Nebcrmachtdes kaiserlichen Feldherrn Bellegarde in die Thäler des Tesfinzurückgewichen waren.
Am meisten fürchteten, und mit traurigem Recht, die Luga-ncsen der französischen Truppen Rückkunft. Sie sandten nach denletzten, abscheulichen Ereignissen mehrere Botschaften an die kaiser-lichen Befehlshaber ge» Mailand, gen Como und gen Lecco,um ihre Ankunft zu beschleunigen. Aber zehn lange Tage ver-flossen, che ihr Wunsch erfüllt ward. Bangigkeit und Schreckenwaren in dieser Zeit zu Lugano an der Tagesordnung. Noch stan-den über dreißig Häuser öde und verwüstet und ausgeplündertda, und sieben Familien beweinten die grausame Ermordungihrer Brüder, Söhne und Väter!
Am cilften Tage des Mai's rückte eine Abthcilung des Heeres,welches der kaiserliche Feldinarschall Haddik in der Lombardei be-fehligte, zu Lugano ein. Die Häupter der Gegenrevolution, welchejetzt an der Spitze der Interims-Regierung standen, feierten mitFesten den Tag, welcher ihren schrecklichen Sieg krönte. Unterdem Geläute aller Glocken, bewillkommt von den Vornehmsten desLandes, zog der kaiserliche Heerhaufen ein, welchem man, zumBeweise tiefer Ergebenheit, sogleich die hie und da in Häusernzurückgebliebenen Effekten französischer Offiziere verrieth und aus-lieferte*).
) Z» Lugano wohnte die Mutter des französischen Generals Mainoni,welcher zu der Zeit in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft war. Ihr Haus