Unterdessen drang Bonaparte über den Tagliamento undJsonzo unaufhaltsam vor, nahm Jdrta, das Frianl; gingsiegend über die Alpen Tyrols in Kärnthen ein, und erzwangden Friedensschluß von Leoben im Herzen der Crblande des Hau-ses Oesterreich.
Die Anerkennung der neuen cisalpinischen Republik durch denehemaligen Beherrscher der Lombardei — noch mehr die Ver-größerung dieses Freistaates durch die mitten im Frieden denohnmächtigen Bündnern entrissenen Unterthanenlande, Val-telin, Chiavenna und Bormio — erhöhten der sreiheitslustigcnLuganesen Hoffnungen. Leise wagten sie es, den Wunsch von einerVereinigung der italienischen Schweiz mit Cisalpinienzu äußern. Sie traten zusammen, warben Freunde ihrer Meinun-gen. Sie gewannen Verbindung mit den höchsten Behörden zuMailand, und blieben nicht ohne Ausmunterungen von dorther.* *)
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Als das Gerücht vom Geist der Parteien und Umtriebe derennetbirgischcn Lande In der Eidgenossenschaft laut ward, sandtendie herrschenden Stände zwei Repräsentanten, Felir Stockmannvon Obwalden und Bumann von Freiburg gegen Lugano, freund-nachbarliches Vernehmen zu Pflegen mit den Häuptern Cisalpi-niens und der französischen Armeen.
Spruch des französischen Kriegsgericht« fiisilirt. S. Lompenckiostorico elo. Beil. L. S. kg.
*) Ungeachtet das ciSalpinische Direktorium nie einen öffentlichenSchritt deswegen gethan, sondern selbst alle Theilnahme abläugnete,haben doch einzelne Direktoren, namentlich MoScati, damals gegenmehrere italienische Schweizer in Prwatunterredungen ihre Wünschennverholen geäußert.