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alle in ihren Hirtenhcmdcn*), gegen den Flecken Schwyz, dessenEinwohner, unbekannt mit den Entwürfen der Landleute, in vollerSicherheit schliefen. Die Franzosen, einige hundert Mann stark,wurden anfgefordert, den alten Boden des Kantons Schwyz zuverlassen. Diese weigerten sich. Die Haufen der Landleute, an-geführt von Balthasar Holdener und Felir Nichmuth,drangen sogleich in den offenen Flecken. Gewehrfeuer begann inallen Straßen, übernimmt wichen die bestürzten Franken, und zogengegen Brunnen, wo sie sich einschifften. Sie hinterlicßen in derEile ihrer Flucht viele Todte. Auch die Kricgskasse fiel in dieGewalt der Aufrührer, und mehrere Soldaten und Offiziere, alsKriegsgefangene.
Nach dieser That versammelte fich das Volk und berief dieVornehmsten des Landes. „Wir Bauern haben jetzt Bahn gebro-chen;. jetzt müsset ihr Herren das Werk ausmachen!" riefen dieEmpörer und ernannten sogleich aus jenen eine provisorische Ne-gierung.
Die Einsichtsvoller», zu schwach, dem Nebel zu wehren, reich-ten den Stiftern des Aufruhrs mit Unwillen die Hand, um Aus-gelassenheit der rohen Haufen zu bändigen, welche durch alle Gassenschwärmten, Gefängnisse eroffneten, Kanzleien des Regiernngs-und Unterstatthaltcrs erbrachen, die fränkische Kriegskasse zu plün-dern und die gefangenen Soldaten zu ermorden drohten.
Der ernannte Ausschuß beschäftigte sich sogleich mit Herstel-lung der Ordnung. Die Gefangenen und Verwundeten wurdenmit Menschlichkeit behandelt, die Kassen bewacht, und Unterhand-lungen mit dem Vollziehungsdirektorium in Luzern angeknüpft.Das Volk forderte, daß seine Heimat jederzeit von fränkischen Be-
*) Dieser Aufruhr hat beim Landvolkc von Schwyz daher den Namendes „Hirthcmdlikriegs" erhalten.