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Bumann, unter den Drohungen der jungen Luganesen, diedies Schreiben mit ihren Namen bezeichnet hatten, deutete auf.seine Vollmacht und deren enge Schranken, Bestürmt aber vonallen Thcilen, versprach er mit dem Amtsgenoffen in Berathungzu treten. Doch Stokmann hatte sich schon in aller Hast ent-fernt durch heimliche Flucht. Die Wildniß und Nacht des MonteCenere*) schien ihm minder schreckcnvvll, als das Toben desVolks. — Da verlangte Bumann Frist bis zur Heimkunft einesnach Mailand an den Minister Test! gesandten Eilboten. Sieward ihm gewahrt.
Als StokmannS Entrinnen ruchbar geworden, empfing derzurückgebliebene Repräsentant zwölf Mann Wacht. Die Freihcits-bäume wurden gepflanzt, inzwischen sich eine einstweilige unab-hängige Negierung gebildet hatte, die feierlich verkünden ließ,daß das Volk, unter Genehmigung der eidgenössischen Stellver-treter, Freiheit und Gleichheit beschlossen habe, daß Vergessenheiterklärt werde über jedes Vergangene, um allgemeine Eintracht zubefördern.
Dies alles war die Geschichte eines einzigen Tages gewesen.**)Die helvetische und cisalpinische Partei lagen in offenem Kampf.Das Blut Taglioretti's schrie um Rache und heischte Blut. — DieFührer der helvetischen Partei, an Zahl und Einsicht überlegener,hätten vielleicht die Revolution noch nicht gemacht, wenn dasTreiben der Cisalpinischen sie nicht unverhinderlich zu großen Ge-genentschlüssen sortgerissen. Um den Zweck der Cisalpinischgesinntenzu vereiteln, mußte sie in die unvermeidliche Staatsumwälzung ein-
*) Der nronle cenere, oder Mont Kennel, ist der Berg, welcherLugano von Bellinzona trennt.
**) DeS IS. Hornung.
Zsch. Ges. Schr. 34. Thl.
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