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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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Herr Ratcliffe lebte gewöhnlich bei der Familie von Ellies-law, entfernte sich aber regelmäßig in jedem Frühjahr undSommer ungefähr auf die Zeit eines Monats. Ueber dieRichtung und den Zweck dieser periodischen Reise behaupteteer ein standhaftes Schweigen; man wußte aber wohl, daß eralsdann seinen unglücklichen Beschützer aufsuchte. Zuletzt ver-kündete sein ernster Ausdruck und seine Trauerkleidung bei derHeimkehr von einer dieser Reisen der Ellieslaw-Familie denTod ihres Wohlthäters. Sir Edwards Tod vermehrte nichtihr Vermögen, denn derselbe hatte schon während seines Le-bens sich seines Eigenthnms zu ihren Gunsten entäußert.Ratcliffe, sein einziger Vertranter, starb in hohem Alter, ohneaber jemals den Ort, wohin sich sein Herr zuletzt zurückgezo-gen hatte, oder seine Todesart, oder auch nur seinen Bcgräb-nißort zu nennen. Man vermuthete, daß sein Beschützer ihmdie strengste Heimlichkeit bei allen diesen Einzelnheiten vorge-schrieben hatte.

Das plötzliche Verschwinden Elshie's aus seiner außeror-dentlichen Einsiedelei bestärkte die Gerüchte, welche unter derVolksmaffe über ihn verbreitet waren. Viele glaubten, seinLeib sei von dem Gottseibeiuns fortgeführt worden, als ernach seiner Einsiedelei zurückkehrte, weil er seinem Kontraktentgegen, ein geheiligtes Gebäude betreten hatte; die Meistenaber waren der Meinung, er sei nur auf einige Zeit ver-schwunden, und man sehe ihn von Zeit zu Zeit in den Ber-gen. Da man nun, wie es gewöhnlich zu geschehen pflegt,eine lebhaftere Erinnerung an seine wilden und verzweifeltenReden wie an die wohlwollende Richtung seiner Handlungenbewahrte, so wird er gewöhnlich als ein Wesen mit dem bos-haften Geiste betrachtet, welchen man den Mann der Moorenennt, und dessen böse Thatcn von der Frau Elliot ihren En-