Druckschrift 
20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen
 

Er zog seinen Degen; Sir Frederik und mehrere der Ge-sellschaft folgten seinem Beispiel und trafen Anstalt, die An-deren anzugreifen, welche ans sie znritten; der größere Theiltrug jedoch Bedenken.

Sie kommen zu uns in Frieden und Vertrauen," sagteMareschal Wells;hören wir zuerst, welchen Bericht sie unsvon dieser geheimnißvollen Angelegenheit geben. Wenn MißVere behauptet, daß sic die geringste Beleidigung oder Be-schädigung von Earnscliff erhalten hat, so bin ich der Erste,sie zu rächen; hören wir aber, was sie sagen."

Ihr thut mir unrecht, mit Eurem Verdacht, Mareschal,"fuhr Vere fort,Ihr seid der Letzte, von dem ich erwartethätte, daß Ihr denselben aussprächt."

Ihr schadet Euch selbst, Ellieslaw, durch Eure Heftigkeit,obgleich Ihr eine Entschuldigung in der Sache selbst findenmöcht." Alsdann ritt er den klebrigen ein wenig voraus undrief mit lauter Stimme:Steht, Earnscliff, oder kommt Ihrund Miß Vere allein zu uns heran. Man hat Euch beschul-digt, jene Dame von dem Hause ihres Vaters entführt zuhaben; mir stehen hier in Waffen, um unser Blut zu ver-gießen, damit wir sie wieder erlangen, oder diejenigen, welchesie beleidigt haben, der Gerechtigkeit zu überliefern."

Und wer könnte dies; williger thun, wie ich, Herr Mare-schal," sagte Earnscliff mit Stolz,der ich das Vergnügenhatte, diesen Morgen sie aus dem Gefängnisse, worin ich sieeingeschlossen fand, zu befreien, und der ich sie jetzt zum SchloßEllieslaw zurückgcleitc?"

Ist dieß der Fall, Miß Vere?" fragte Mareschal.

So ist es," antwortete Miß Vere mit lebhaftem Aus-druck ;um des Himmelswillcn, stecken Sie Ihre Degen ein.Ich schwöre bei Allem, was heilig ist, daß ich von rohen

Der schwarze Zwerg. 10