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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
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nicht zahlen konnten, dadurch zu beschwichtigen, daß sie den-selben ungewöhnliche Vorrechte bei Hofe und im vertraulichenVerkehr gestatteten. Kapitän Dalgetty konnte sich rühmen,daß er mit Fürsten bei Banketten oft zu Tafel saß, welcheKönigen zu Ehren gegeben wurden, und war deßhalb nicht derMann, um sich sogar durch die Würde verblüffen zu lassen, wo-mit Mac Cnllnm More sich umgeben hatte. Er war wirklichseinem Charakter nach durchaus kein bescheidener Mann, son-dern hatte vielmehr eine so gute Meinung von sich selbst,daß eine jede Gesellschaft, in welche ihn der Zufall führte,verhältnißmäßig seinen Dünkel steigerte; so daß er sich in derhöchsten Gesellschaft ebenso behaglich fühlte, wie unter seinengewöhnlichen Kameraden. Seine hohe Meinung von seinemRange wurde noch durch seine Vorstellungen vom militärischenGewerbe gesteigert, welches, nach seinem Ausdruck, einentapfern Cavalier zum Kameraden eines Kaisers machte.

Als er deßhalb in das Audienzzimmer des Marquis einge-führt wurde, ging er ans das obere Ende eher mit der Hal-tung des Selbstvertrauens, als des Anstandes zu, und würdebis dicht an Argyle herangetreten sein, hätte der Letztere nichtdurch eine Handbewegnng ihm zu verstehen gegeben, er mögestillstehcn. Kapitän Dalgetty blieb somit stehen, vollbrachteseinen militärischen Gruß mit Ungezwungenheit und redeteden Marqnis mit den Worten an:Ich wünsche Euch gutenMorgen, Mylord, oder vielmehr, ich sollte sagen, guten Abend,deso s usteel los msnos, wie der Spanier sagt, d. h. ich küsseEuer Gnaden die Hände."

Wer seid Ihr, Herr, und was ist Euer Gewerbe?" fragteder Marqnis in einem Tone, welcher die anstößige Vertrau-lichkeit des Soldaten zu unterbrechen beabsichtigte.

Das ist eine klare Frage, Mylord," erwiderte Dalgetty,