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20 (1852) Der schwarze Zwerg und eine Sage von Montrose
Entstehung
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fran, eine Schwester des Ermordeten, deren Gemahl geradeabwesend war, ihnen zn verweigern sich scheute oder gern dar-reichtc. Sie ließ ihnen Brod und Käse vorsetzcn, und be-fahl ein größeres Mahl zu bereiten. Während sie sich in die-ser gastfreundlichen Absicht entfernt hatte, setzten die Barba-ren den Kopf ihres Bruders ans den Tisch, füllten den Munddesselben mit Brod und Käse, und forderten ihn ans, sichgütlich zn thnn, denn er habe manch' fröhliches Mahl in die-sem Hanse verzehrt.

Als die arme Frau zurückkehrte, kreischte sie bei demfurchtbaren Anblick auf und floh in die Wälder, wo sie alswahnsinnig, wie ein Volkslied verkündet, umhcrschwcifte undsich einige Zeit lang von jeder menschlichen Gesellschaft ab-sondcrte. Zuletzt ward sie durch ein ihr noch gebliebenes, in-stinktartiges Gefühl dazu bewogen, von beträchtlicher Entfer-nung aus auf ihre Mägde zn blicken, als dieselben die Kühemelkten; als dieser Umstand bemerkt wurde, ließ ihr GemahlArdvoirlich sie zurück nach Hanse bringen und behielt sie dort,bis sie ein Kind gebar, mit welchem sie schwanger ging; hier-auf beobachtete man, daß sie allmälig ihre Vernunft wiedererlangte.

Mittlerweile trieben die Verbrecher die Verhöhnung derköniglichen Gewalt bis znm Uebermaß; bei der Art, wie die-selbe geübt wurde, besaßen sie übrigens wenig Grund, sie zuachten. Sie brachten dasselbe blntige Siegeszeichen, welchessie der Dame von Ardvoirlich in so wilder Weise gezeigt hat-ten, zur alten Kirche von Balgnidder, beinahe nach der Mittedes Landes, wo der Häuptling der Mac Gregors, welcher sichmit seinem ganzen Stamm zn dem Zweck versammelt hatte,die Hand auf den Kopf des todtcn Mannes legte, und mitheidnisch-barbarischen Flüchen einen Eid leistete, die Urheber