feer ©cfc^tcftefle> bcr Soltfommcnfie jebet 2 trt. 3 war S'Jiemanbwagt eö, fich unb feinen oortrefflichen 3 uflanb felbfi ju rühmen,weil man ©tgenlob für etwas UnanflänbigeS hält; aber bagegenmerft man wohl aus bcn Sleuberungen, aus jenen geringfchäfct»gen SScmerfungen, bie über bcn 35erflanb, über bie iBerntögcnö»umfiänbe, über bie Sage biefer ober jener ^erfon ober tf>rc Unter»nehmungcit gefällt werben, bab Scber bamtt ju ocrfiehen gebenwill: meine ©inficht i(i bet weitem gröber, mein Vermögenfixerer, meine Sage oortheiI(;after.
Slber eben biejenigen, welche an Stnbern Stiles geringer ftnben,als bei fict>, unb SltleS beffer oerfiehen, bcffer fönnen, bcffcrhaben, bcnn Sfnbere, pflegen auch nicht feiten, wenn man ficnäher fennen lernt, bie Unjufriebcnften mit ftch felbft ju fein.3bre SBorte flimmert alfo nicht mit ihren innern Ueberjeugungenäitfammen, unb fie gleichen bcn ©chaufpielern, welche oft einenhohem ©tanb oorfpiegeln, als fte haben.
©ies Seftreben, Slnberc neben fich gering 31 t fchäjjen, währenbman hoch mit feinem eigenen 3 uflanb nicht gar jufricbcn feinfann, ift ein ganj eigener unb merfwürbiger 3 ug in bcr rnenfeh»liehen ©cmüthSart. SDcnn wenn wir erfennen, bab wir nicht fofenntnibooll fttib, als Slnberc: warum rühmen wir fic nicht?Ober wenn wir oerntuthen, bab Slnberc in beffern Umfiänbenftnb, als wir: warum bcrfleinern wir fic? &?aö ift überhauptber wahre ©runb bapon, bab wir weit eilfertiger ftnb suntSabeln unb 2litöfe|cn, als jum Soben?
9J?an tnub nicht glauben, bab bie SereitwiUigfcit bcr 3)?cn»fchen, ihre Sicbcnmenfchcn ju oerfletnern, immer aus wirtlichem£ab ober ©roll cntfpringc. ©enn man weib auch Poit fperfonen,bie gar nicht Urfachc haben, cinanber ju befeinben, ober bie ein»anber nur faum Tennen, ober bie wo(;t gar als gute greunregelten wollen, bab fie bcr Sufi nicht wiberftchen fönnen, bas