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betrauten, ob meine Scnlart unb fjanblungeweife fp im oer*^offenen Sabre geänbert $aU. Senn immer bteibt man hochnicht ganj baffelbe; man rntrb älter unb an Erfahrungen reifer.Sch habe mancherlei gutes unb böfcS ©chiclfal feit ben lebtenjwölf iDtonben erlebt; folche Erfahrungen unb ©chiclfale bleibenniemals ganj ohne Einfluf auf unfer ©emütf).
Unb nun, mie bin ich? wie benfe ich, wie hanble ich? ©ottifi nahe, ber Stltgegenmärtige; ©ott burchblitft bich, ber Stil*miffenbe! SDtöchtefi bu ihm heucheln, ihm, ber bich heiter burth=fchaut, als bu ben ftarflcn Stopfen 2BafTer ? SOtöchtefi bu birfetbft heucheln, bp fclbji belügen? BSelch eine Shorheit!
Sch will noch, ehe baS Saht beritreicht, eine ©tunbe fuchen,in ber p mir allein gehöre, wo mich nichts üinberes in meinenBetrachtungen ftört, unb bann ©erpt halten über meine ber*bcrblichcn ©ewohnheiten, über meine gehler unb £after, über bieganje Steihe meiner ungerechten Steigungen unb geheimen ©ün*ben. 3<h will richten, ehe fie ber £>err richtet. Sch will eS mirgeigen, mo tch mangelhaft unb fchwach bin; ich will auf meineSabelnSmürbigleiten ohne ©chonung hinbeuten. Sann rebe laut,innerer Stichler, ernfieS ©emiffen, ©cfühl meiner ©chulb — ©otthört bich!
Unb es muß enblich fein, baf ich am Schluffe biefeS SahreSmeinen SBerth unb Umnerth richtig Pä$en lerne. Sch ntuf meinegehler alle muftern, benn fte finb ja bie Quellen alles meinesBcrbruffcS. Sch muh bie £inberniffe meiner Sufrtebenheit, bieSerprer meiner Stpc lennen. Ober foHte ich auch im ganjenlünfitgen Sahrc ihr ©flabc fein; auch im lünftigen SPrc niebtfo bollenbet, ebcl unb bolt Sugcnbfraft merben, mie ich es feinfönnte, fein follte, um ©otteS ftinb, um Sefu Brubcr p heifen?Sch fann es mir ja nicht oerbergen, baf, menn ich in bem gröfernSheil meiner »ersoffenen SebenSjeit oft recht unpfrieben, ja