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beined gnnern jcbcd Slicfed auf beine anfälligen SBorjügc, jet>crgreube über beine audgejeiebneten gäbigteiten unb Seit^thiimer,jebeS Slnbenfcnd an beinc guten Sr^aten; fonbernfuebe ganj alleinbeine gebier, beine fiinblicben »orberrfebenben Neigungen, beineunerlaubten Segicrben, beine natürlichen ©ebwaebbeiten, bieStfängcl beincr ©runbfäbe, bie Urfacbcn auf, welche bir beianbern fWenfcben ben nteijtcn Serbrufj erregen, wobureb fie »onbir entfernt werben, unb weswegen fte, ftatt bicb mit ©iiic, mit£ocbacbtitng, mit warmer greunbfebaft ju bebanbeln, bir mit Halteober gar mit Smbfinblicbleit begegnen! — ®u b«fl tn bir einenguten Engel, welcher frcunbltcb unb ernfi bicb auf jebe ©teilebetner Scnlart, auf jebe Slöjk beined fwrjcnd, wo bu mangcl*baft bifl, aufmertfam machen wirb, ©iefer gute Engel bet?!©ewiffen; ed ift etn befiänbiger getnb bed böfen Engeld, berbicb unter bem Namen ber Eigenliebe »erbirbt.
SBagft bu ed aber boeb nicht, beinern eigenen Urtbeit gan^ jutrauen: fo wähle bir einen treuen, woblmetnenben greunb.Unterhalte bid> mit ihm in einer cinfamcn ©tunbe über beinenHarafter. Sitte ihn um fein firenged Urtheil, nicht über bad,wad bu ©uted an bir hoben tönntefi, fonbern über bad, moburebbu Slnbern etwa ntiffällig geworben. Siclteicbt ftnb cd niefjteben grobe gehler unb Safter; aber ed fönnen llntcrlaffungdfün«ben fein, bie bicb in ben Slugen beined Näcbilen herabfe^en.2>u thuft »iclleicbt weniger ©uted, ald bu wohl fßnntcfl, btftweniger bienjtfcrtig, ald bu wohl fein follteft, weniger jusor*lommenb gütig, ald bu fein mübtefi.
Slbcr auch ber befie greunb, wenn er und beurteilt, wirbimmer babei mit järtlicber ©cbonung »erfahren. Er wirb undnie altjutief »erwunben wollen, unb und oft aud eigenem Triebeentfcbulbigen, auch wo wir nicht ganj Sntfcbulbigitng »erbie*nen. — ©trenger beurtheilt bicb bein Nebenbuhler, bein 2Biber*