99
3<jt ©prudi tß: gcß will mtn fo fein; wob fümmcrn mtcb Untere?gtW müßt und) nehmen, wie tdj bin. — Serbinbet ftd; mit ber©tgeitliebc bic gurd;tfamfcit, fo beßbönigt ße mir ihre geiler,unb benebelt bab ©ittc, bewahrt ober unter ber febönen Singen*fette bic ßblcditc ©ad)e.
©ie Eigenliebe tß eb, weltbe unb ooit ber crnßett ©d;äj5ungunferd eigenen SBertbeb nbbatt. ©ic nimmt ben 2Seif;rmtd; jebebSobeb begierig unb atb wobtberbient an, cb merbe nun »on SInbernim Grnß ober nttb ©d;atf^eit gegeben, ©ie »erfeft unb gernin bie Sage Slnberer, bloß um über unfere eigenen Sotlfontmen*betten in greuben geraden jtt föntten. ©te wirft über unfere©ebrccbcit einen ©tblcfer, baß wir fte nur faum erfennen, weißfte mit beit großem Untugenben anberer SDfcnßben fef;r liebreichSU cntfcbutbtgcn, unfere 23eforgniffe ju beruhigen, unb unfere.groß*tett gebier feßtau genug gtt tterflcincrn, inbcmßc geigt, wie un*bebeutenb fottbe im Sergteid) mit attbern vortrefflichen Eigen*fünften unb Serbienßett ftnb, bie mir beftfjcn. — ©elbß wenneb ttnb einmal ©ruft märe, mit unfern eigenen ©iinbeit gur9iccbcnfd;aft gu geben, weiß bie ©igculiebe unfere ©treitgc jttbcfcbmicbtigcn, ittbent ft'c unb frettttblicb gitflüßcrt: gebet fOTcnfcbbat feine gebier, fßicmanb iß oottfommen; bu wirß bod; auf©rbett fein Sttgcl werben föntten.
©eb SKenfcbcit größter geinb iß nlfo ber SWenftb ßd; fclbft.®r »erbtenbet ftd) über feinen eigenen SBcrtb ober llnwertb. Grbütberf ftcb mutbwiHtg an feiner ©ctbßprüfung. SBetI er nunnicht fiebt ben Salfen in feinem Sluge, wobt aber tn feinebßtadißcn Stuge ben ©plittcr, fann er nicht mit Äraft an feinerSoHcttbimg arbeiten, unb iß fein (Streben unb Verlangen eitel,bic fpcrjeit alter SRenfdjen, bie Sichtung, bie Siebe, bab Ser*trauen aller ©uten ju gewinnen, ©r iß ein Opfer feiner ©etfcß*