Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
45
Einzelbild herunterladen
 

@o and; Stom, meld)e« in Sifjat unb SBeiöbeit prangte, fo langee« frei war. 911« e« bie alte Sugenb mit bet' Sßolluff bei' Bcfieg*ten Sarbaten ocrtaufdjte, ging bie greiljeit unter. Sa famenbie ©etvaltfjcrrfcher, ba bie Gsäfareu. @ie ließen n>ol)l bem 33olfeSille«, um auf bem gelbe ftd) hefchüftigcn, in ben SBcrfjiättenarbeiten, in Spielen unb Ueppigfcitcn fimtlidfe« ©clicft füllen 51tfönnen. Slber perboten toarb ba« ©eIüfl be« ©eifte« nadjhöhern Singen, natfj bem Stcdjt, SKcnfd; jit fein, mie Gäfatfelbft ift."

Siocletian fdji'ittcltc bei biefer Siebe ba« graue fjaupt mitungläubigem güdfeln. 9(1« ber ffJeloponefict foldje« bemerfte,fprad) er:SSie, mein .§etr unb Äaifer, bu gvocifclji? SBarumbeim blühten @ricd)cntanb unb Siont, elfe fie in Ötncddfchaft fielen,unb Müßten nadlet nie toicbcr? SBeil in freien SJerhültniffenjeglicher SOtenfch gilt, loa« er mertl) i|l; tocil er feine emige,allen SJtenfdjen gleiche Sßiirbe fiitjlt; Weil er jtdj ungehemmt jubem entfaltet, ma« er nadj feiner Statut Werben fann, unb alfoin ©ebanfen unb SBerf gum ©roßen unb ©ötilidfen aufjirebt,loeil fotches ber Srieb jebe« ©cmiitlj« ifl. Sßcnn aber bieXprannei auffömmt, teeldfe bie greiljeit Slnbcrer Ijaffet, um at«Sprannei beficljen ju fönnen: bann toill fie, Ina« ber 3)tcnfdj.golfe« unb ©öttlidje« fjat, fiir fidj behalten, nämlich bie grei*peit; unb ber übrigen SBelt meifet fte IBebürfnifj unb äBoljlfeinbe« tbierifebeu, niebrigen geben« an. ©ie ift bie ©ottibeit, ba« übrige SDlenfdjengcfdjlccbt ©taub; ber Xtyen ift bie.fpaupifadje, alle« Uebrigc äBerfjeug ju beffen SBet^crrlicffitng;ber Staat i|l>ccf, unb ba« ffiolf ba« baju geborne IDlittel.Sßenn aber bie IDtenfdjen nicht mehr gelten nach bem SBertfj,tueldjcn ihnen bie Statur gegeben, fonbern nadj bem, welchenman ihnen für ben Sljron gibt; menn fte für fein SBaterlanbmehr, fonbern für eingaitbn.'erf, ein Slcferfefb ober ein Slmt,