Druckschrift 
19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
616
Einzelbild herunterladen
 

616

der Falschheit und der Doppelzüngigkeit, und öffnen Sie miraugenblicklich jene Feder."

Wenn ich Sie für meinen Herrn anerkenne und Ihre Livreetrage, dann werde ich Ihren Befehlen gehorchen," antworteteder Ritter;und selbst dann müßte ich sie nothwendiger Weiseerst verstehen."

Mädchen," sagte Cromwell, indem er sich an Phöbewandte,öffne du mir die Feder du verstandest es ja sogut, als du bei dem Gespensterspiel in Woodstock halfst, undselbst den Mark Everard erschrecktest, den ich für vernünftigerhielt."

Ach Gott, Sir, was soll ich thun?" sagte Phöbe, indemsie den Ritter ansah;Sie wissen jaZLie ganze Geschichte.Was soll ich thun?«

Um deines Lebens willen halte aus bis zum letztenPunkt, Mädchen! Jede Minute ist eine Million wcrth."

Ha, hörst du das, Pearson," sagte Cromwell zu dem Of-fizier; dann stampfte er mit dem Fuße und fügte hinzu,öffne mir die Feder, oder ich lasse Brecheisen anwenden-Oder halt, eine andere Petarde wäre wohl angewendct. Rufden Ingenieur.«

Ach Gott, Sir," rief Phöbe,ich werde nie einen zweitenPeter überleben ich will die Feder öffnen."

Thue wie du willst," sagte Sir Henry;es wird sie dochnur wenig nützen."

Sei es aus wahrer Bewegung, oder aus dem Wunsche,Zeit zu gewinnen, genug, Phöbe brauchte einige Minuten, ehesie die Feder öffnen konnte; wirklich war sie künstlich ange-legt und die Maschinerie, die sie in Bewegung setzte, war imRahmen des Bildes selbst verborgen. Wenn das Bild be-festigt war, so schien es fest eingemauert zu sein und zeigte,