Unterdessen ordnete er alles so an, daß die nöthigcn An-stalten in einer Minute getroffen sein mußten. Die Hälfteder Soldaten durste absatteln und die Pferde in die Stallun-gen führen; die andere Hälfte mußte ihre Pferde gesatteltlassen und bereit sein im Augenblick aufzusitzen. Abwechselndließ man die Soldaten in das Haus treten und ihnen einigeErfrischungen reichen; doch blieb immer eine ansehnliche Wachebei den Pferden, die man von Zeit zu Zeit ablöste.
Auf diese Weise wartete Cromwell mit nicht geringer Un-gewißheit, und warf oft dem Obersten Everard einen ängst-lichen Blick zu, der, wie er dachte, wohl die Stelle seinesabwesenden Vertrauten ersetzen könnte, wenn er nur wollte.Everard erduldete es ruhig, mit unveränderten Zügen undweder heiterer noch gefurchter Stirn.
Endlich schlug die Mitternachtsstunde, und nun war esnöthig einen entscheidenden Schritt zu thun. Tomkins konnteja ein Verräther sein, oder, was sich der Wahrheit mehrnäherte, so wäre cs ja möglich, daß sein Plan entdeckt under selbst von den rachesüchtigen Royalisten ermordet oder ge-raubt worden wäre. Kurz, sollte die Gelegenheit benütztwerden, welche das Glück darzubicten schien, sich dessen zu be-mächtigen, welcher die furchtbarsten Ansprüche auf die höchsteGewalt machen konnte, nach welcher Cromwell schon strebte,so durfte keine fernere Zeit verloren werden. Endlich erthcilteer dem Pearson Befehl, die Soldaten zu den Waffen zu ru-fen — gab ihm Aufträge wie er sie eintheilcn solle, und daßsie mit der tiefsten Stille marschircn müßten. Oder, so lau-tete die Ordre, so wie Gideon stillschweigend einhermarschirte,als er hinabging in das Lager der Midianitcn, nur von sei-nem Diener Purah begleitet. Vielleicht, so fuhr das sonder-