Kerneguy, „denn in solchen Fällen ist das Bellen des Hundeskurz, scharf und wüthend. Aber man sagt, dieses lange Heu-len wäre Unheil bedeutend. Gerade so stöhnte BeviS Ahnedie liebe lange Nacht, in welcher mein Vater starb. Kömmtcs nun als eine Vorbedeutung, so geb es nur Gott, daß esden Alten und Nutzlosen gelte, und nicht den Jungen, unddenjenigen, die noch dem Könige und dem Vaterlande dienenkönnen!"
Der Hund war bei dem Obersten Lee, der ein wenig ander Thüre der Halle stehen blieb, um zu hören ob es draußennichts Beunruhigendes gebe, stillschweigend vorbeigegangen,trat in das Zimmer, wo die Gesellschaft versammelt war, trugetwas in seinem Munde und zeigte im ungewöhnlichen Gradejenes Bewußtsein der Pflicht und des Jnterefse's, welches einHund darzulegen scheint, wenn.er sich mit etwas Wichtigembeauftragt glaubt. Er trat ein mit lang herabhängendemSchweife, mit gebeugtem Haupte und zurückgeschlagenen Ohren,mit der kräftigen aber melancholischen Würde eines Streit-pfcrdes bei dem Leichenbegängnisse seines Herrn. Auf dieseWeise schritt er durch die Halle, ging gerade auf Jocoline zu,der ihn mit Bewunderung betrachtete, stieß ein kurzes melan-cholisches Geheul aus, und legte den Gegenstand, den er inseinem Munde trug, zu seinen Füßen nieder. Jocolin beugtesich und nahm von dem Boden den Handschuh eines Mannes,wie ihn die Soldaten tragen, der aber einem altmodischenFechterbandschuh ähnlich war, da ein dickes Leder sich bis zumEllenbogen erhob, und den Vorderarm gegen einen Schwert-schlag schützte. Kaum aber hatte Jocoline das erblickt, wasein so gewöhnlicher Gegenstand schien, als er es rasch weg-schleudertc, zurückschwankte, einen Seufzer ausfließ, und fastzu Boden sank-