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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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wir nun sagen, daß er ein treuer Bruder sei, selbst wenn erunter demselben Herzen gelegen hätte mit uns? Und hättenwir auch für'dieselbe Sache gerungen, von demselben Tischegegessen, in derselben Schlacht gekämpft, an demselben Thronegedient, so ist doch keine Treu' in ihm! Ach MarkhamEverard, Markham Everard!"

Bei dieser Ausrufung hielt er ein; und Everard, dergerne auf einmal wissen wollte, wie weit er verrathen sei,erwiederte:Ew. Excellenz scheinen etwas auf dem Herzenzu haben, das mich betrifft. Darf ich Sie wohl bitten, esfrei heraus zu sagen, damit ich weiß, wessen ich angeklagtwerde?"

Ach Mark, Mark," erwiederte der General,es bedarfkeines Anklägers, wenn die laute Stimme des Gewissens imInneren unseres Herzens spricht. Liegt nicht der Schweißauf deiner Stirne, Mark Everard? Nicht die Beunruhi-gung in deinem Auge? Nicht der Zweifel in deinen Zü-gen? Und wer sah je deßgleichen bei dem edlen, kräftigenMarkham Everard, dessen Stirn nur dann von Schweißtriefte, wenn der Helm Tage lang sein Haupt beschwerte,dessen Hand nur dann zitterte, wenn sie Stunden lang dasSchwert regierte. Ach geh', Freund, du bist mit dir selbstnicht im Reinen! Warst du mir nicht gleich wie ein Bruder,und sollte ich dir nickt vergeben, und wäre es selbst siebenzig-mal und sieben? Der Mann aber, der unterdessen das wich-tige Geschäft verrichten sollte, zögert zu kommen. Benutzeseine Abwesenheit, Mark; es ist eine unerwartete Gnade,welche Gott dir gewährt. Ich sage nicht, falle mir zu Füßen;aber sprich mit mir wie ein Freund mit dem andern."

Ich sagte nie etwas zu Ew- Excellenz, das auch nur im