„Der König der Schotten, Mr. Everard," sagte Carl, —„da es Ihnen gefällt, seine Herrschaft also zu beschränken —wenigstens auf jeden Fall der älteste Sohn des letzten Herr-schers von Britannien — steht jetzt vor Ihnen, also ist esunmöglich, daß er von Bristol aus entflohen sein kann. DoctorRochecliffe wird mein Zeuge sein, und Ihnen überdies sagen,daß Wilmot ein schöner Mann mit blonden Haaren ist —das meinige, wie Sie sehen, ist rabenschwarz."
Rochecliffe, welcher sah, was verging, überließ Alexis derBorficht des Wildrake, dessen ausgezeichnete Zartheit in denVersuchen, die er machte, sie in's Leben zurückzurufcn, einenliebenswürdigen Contrast mit seiner gewöhnlichen Wildheitbildete, und ihn so sehr beschäftigte, daß er für einen Augen-blick die Sache nicht bemerkte, die ihn so sehr interesfirt habenwürde. Doctor Rochecliffe aber trat vor, die Hände mit allenAusdrücken der Angst ringend, und mit allen Ausrufungen,die bei einem solchen Zustande gewöhnlich sind.
„Ruhig, Doctor Rochecliffe," sagte der König mit dereinem Fürsten ziemenden Selbstbeherrschung. „Wir find, wieich überzeugt bin, in den Händen eines Ehrenmannes. Mr.Everard muß gütigst nur einen flüchtigen Fürsten in der Per-son dessen finden, in dem er einen glücklichen Nebenbuhler zuentdecken glaubte. Er muß die Gefühle zu würdigen wissen,die mich daran verhinderten, von dem schützenden GeheimnißGebrauch zu machen, das mir der ergebene Royalismus dieserjungen Dame auf die Gefahr ihres eigenen Glückes hin anbot.Er ist der, welchem meine Gnade nützt; und gewiß habe ichein Recht zu erwarten, daß meine Lage — mit der es nichtzum besten steht — nicht noch dadurch verschlimmert wird, daßich sie unter solchen Umständen im Vertrauen mittheilte. Auf