sagen die herrschende Leidenschaft Ihrer Familie," sagte derKönig.
„Und wie vertrüge sich das mit Royalismus," sagte AlcriS,„wenn ich es duldete, daß mein erlauchter Herrscher nach einerSache strebt, die eben so unehrenvoll für ihn wie für mich ist.Sollte ich ihn als ein getreuer Untcrthan bei einer Thorheitunterstützen, die seiner Wiedereinsetzung ein weiteres Hinder-niß in den Weg werfen würde, und selbst wenn er aus seinemThrone säße, seiner Sicherheit gefährlich sein könnte."
„Dann," sagte Carl unzufrieden, „hätte ich besser gethan,meinen Charakter als Page bcijubehalten, als mich als Sou-verain zu zeigen, was meinen Wünschen noch mehr entgegenzu sein scheint."
„Meine Güte soll sich noch weiter erstrecken," sagte Alexis.„Ich hätte so wenig für den Louis Kerneguy gefühlt, wie jetztfür den Erben von Britannien; denn die Liebe, die ich zuverschenken habe (und sie ist nicht von der Art, wie ich inRomanen gelesen und in Gesängen gehört habe), ist schoneinem Anderen zu Theil geworden. Das thut Ew. Majestätwehe — es thut mir leid — aber die bittersten Arzneien sindoft die heilsamsten."
„Ja." antwortete der König etwas gereizt, „und die Aerztefind so vernünftig, von ihren Patienten zu erwarten, daß siesie schlucken würden, als wäre es Honigseim. Es ist alsowahr, das verbreitete Gerücht von dem Vetter Oberst; unddie Tochter des getreuen Lee hat ihr Herz einem rebellischenSchwärmer zugcwendet?"
„Meine Liebe ward gegeben ehe ich wußte, was die WorteRebell und Schwärmer heißen wollten. Ich entzog sie nicht;denn ich bin überzeugt, daß unter den großen Spaltungen,welche das Königreich zertheilen, die Person, auf welche Sie