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Uebrigens hatte sich Carl mit der Gesellschaft in Woodstock,seitdem er sie besser hatte kennen lernen, wieder ausgesöhnt.Er sah, daß, um die schöne Alexis anzuziehen und um ihreGesellschaft zu genießen, nichts nöthiger war, als sich den Lau-nen ihres Vaters zu unterwerfen, und sich mit dem altenRitter auf einen vertraulichen Fuß zu setzen. Einige Gängeim Fechten, bei welchen Carl Sorge trug, seine Ueberlegen-heit und seine volle jugendliche Kraft und Gewandtheit nichtan Tag zu legen — das stillschweigende Anhören einiger Sce-ne» aus Shakespeare, welche der Ritter mit größerem Eiferals Geschmack las, — einige Virtuosität in der Musik, welcheder alte Mann über Alles liebte — geheuchelte Ehrfurcht ge-gen einige altmodische Meinungen, worüber er in sich lachenmußte — waren mehr als genügend, den verkleideten Fürstendem Sir Henry Lee theuer zu machen, und sich einen gleichenGrad der Zuneigung von seiner liebenswürdigen Tochter zuerringen.
Nie gab cs zwei junge Personen, welche ihre Vertraulich-keit auf einem ungleicheren Fuße begannen- Carl war einWüstling, der, wenn er auch bei kaltem Blute es nicht fürgut fand, seiner unehrenvollen Leidenschaft gegen Alexis zufröhnen, doch jeden Augenblick bewogen ward, die Stärke ei-ner Tugend zu erproben, an die er nicht glaubte. Alexisihrer Seits wußte kaum, was man unter dem Worte: Wüst-ling und Verführer verstand-
Ihre Mutter war frühe (gleich beim Anfang des Bürger-krieges) gestorben, und sie war vorzüglich mit ihrem Bruderund ihrem Vetter auferzogen worden, so daß sie eine furcht-lose unverdächtige Offenheit der Manieren besaß, denen Carleine seinen eigenen Absichten günstige Meinung unterschob.Selbst Alexi's Liebe zu ihrem Vetter — das erste Gefühl, das