Als der Ritter das sprach, blickte Louis zu Boden undschien zuerst zu schwanken, was er antworten solle. Aber ge-schickt wand er sich aus dieser Schwierigkeit heraus, indem erantwortete: »er könne wirklich nicht über einen solchen Ge-genstand in Gegenwart seines Herrn, des Obersten AlbertLee, sprechen, da dieser den Charakter des König Carls weitbesser beurtheilen würde, als er es im Stande wäre."
Hierauf ward Albert von dem Ritter und Alexis be-stürmt, ihnen Auskunft über den Charakter Sr. Majestät zugeben. »Ich will nur nach Thatsachen sprechen," sagte Al-bert, „auf diese Weise muß man mich von voller Parteilich-keit frei sprechen. Besäße der König keinen Unternehmungs-geist und kein militärisches Wissen, so würde er nie dieSchlacht bei Worcester gewagt haben; besäße er keinen per-sönlichen Muth, so hätte er sie nicht so lange streitig gemacht,daß selbst Cromwell sie fast für verloren hielt. Daß er klugund geduldig ist, kann man aus den Umständen seiner Fluchtschließen, und daß er die Liebe seiner Untcrthanen besitzt, istdeutlich, da er, gewiß von Vielen gekannt, doch von Nieman-den verrathen wurde."
„Schäme dich, Albert," erwiederte seine Schwester; „istdas die Weise , mit welcher ein guter Ropalist den Charakterseines Fürsten beschreibt, indem er bei jeder Eigenschaft einBeispiel anführt, wie ein Krämer, welcher Leinwand mit derElle mißt? Schäme dich! es ist kein Wunder, daß ihr ge-schlagen wurdet, wenn ihr so kalt für euer» König kämpftet,wie ihr jetzt von ihm sprecht."
„Ich that mein Möglichstes, um eine Aehnlichkeit von demOriginal zu zeichnen, das ich sah und kannte, SchwesterAleriS," erwiederte ihr Bruder. „Wünschest du aber ein