381
etwas von Ihrer Wäsche. Angekleidet, befahl er mir, ihn znSir Henry Lee und meinem jungen Fräulein zu führen. Ichhätte gern eetwas davon gesagt, Sir, daß er warten solle, disSie zurückkehren, aber er zauste mich gutmüthig an denHaaren (denn er scheint ganz besondere Launen zn haben)und sagte: er wäre ein Gast des Mr. Albert Lee, und nichtsein Gefangener! — Also Herr, obgleich ich glaube, daß esIhnen mißfallen könnte, wenn ich ihm die Mittel gebe, herum-zustreichen und vielleicht von denen gesehen zu werden, dieihn nicht sehen sollten — was konnte ich sagen?"
„Du bist ein vernünftiger Mann, Jocolin, und verstehstimmer vollkommen, was man dir aufträgt. Ich fürchte, dieserJüngling wird sich von keinem von uns Beiden cinreden lassen;aber wir müssen um so mehr für seine Sicherheit sorgen. Duhältst doch über den Soldaten Wache?"
„Vertrauen Sie ihn meiner Sorge — von dieser Seitebrauchen Sie nichts zu fürchten. Aber ach, Sir, ich wolltewir hätten den jungen Schotten wieder in seinen alten Klei-dern; denn Ihr Neitkleid, das er jetzt trägt, gibt ihm einganz anderes Ansehen."
Nach der Weise zu schließen, mit welcher sich der getreueDiener ausdrückte, sah Albert wohl, daß er vermuthen mochte,wer der schottische Page in Wirklichkeit war, doch hielt er esnicht für angemessen, ihm eine so wichtige Sache anzuver-trauen, da er auf seine Treue gleich sicher rechnen konnte,gleichviel, ob er ihm Alles anvertraue, oder es seinen eige-nen Vermuthungen überließe. Voll ängstlicher Gedanken ginger in das Zimmer des Victor Lee, von dem ihm Joliffe ge-sagt hatte, daß er dort Alle versammelt finden würde. DasGelächter, das ihm entgegen schallte, als er sich der Thürenäherte, machte einen so sonderbaren Mißton mit den zweifel-