Druckschrift 
19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen
 

bei Tische aufwartete wenn du, Obrist Albert, nicht etwaschon ein Monopol auf ihr Ohr hast."

Es gibt freilich schon ein Monopoiium darauf, obgleichich es nicht besitze, Ew> Majestät, sondern Jocoline Joliffe,der Förster, den wir nicht böse machen dürfen, da wir ihmschon so viel anvertraut haben, und vielleicht noch Alles ent-decken müssen- Ich vermuthe so schon -alb und halb, daß ereinen Verdacht hegt, wer wohl der Ludwig Kerneguy in Wirk-lichkeit sein mag."

»Ihr seid ein verliebtes Geschlecht, ihr Jäger von Wood-stock k" sagte der König lachend.Nun hätte ich doch zumSchluß Lust als ein pis-sller (wie der Franzose sagt) meineschöne Rede an die taube, alte Frau zu richten, welche ich inder Küche sah, und selbst da getrau ich mir zu sagen, daßihr Ohr zu vr. Rochecliffes einzigem Gebrauche bestimmt ist"

Ich wundere mich über die gute Laune Ew- Majestät,"sagte Albert,und daß Sie nach einem Tage voll Gefahr,Mühseligkeiten und Zufällen noch die Kraft haben, sich aufdiese Weise zu unterhalten."

Das heißt mit anderen Worten, der Kammerherr wünschte,daß Se. Majestät schlafen ginge? Es ist recht, jetzt nurnoch einige Worte über ein ernsteres Geschäft, und dann sindwir fertig. Ich bin von dir und Rochecliffe vollkommengeleitet worden ich habe augenblicklich meine weiblicheVerkleidung mit einer männlichen vertauscht, und meinen Wegnach Hamshire verändert, um hier ein Obdach zu findenhaltet Ihr es noch für das Beste?"

»Ich habe viel Zutrauen zu vr. Rochecliffe," erwiederteAlbert,dessen Verbindungen mit den zerstreuten Royalistenihn in den Stand setzen, die genauesten Nachrichten zu er-halten. Freilich ist sein Stolz auf die Größe seines Brief-