364
Ehre seiner Familie findet, denn wahrlich, mir schiene dasein sehr zweideutiges Eomplimcnt für seine Schwester, seinenVater und fich selbst zu sein, Carl Stuart gar nicht zu er-wähnen, den er seinen König nennt — Ich erwarte, daßman so keine üble Meinung von mir hat, zu glauben, daßich vergessen könnte, daß Fräulein Aleris Lee die Tochtermeines treuen Dieners und WirtheS, und die Schwester mei-nes Führers und Erhalters ist. — Komm', komm', Albert,"fügte er hinzu, indem er plötzlich seine natürliche Weise wie-der annahm, „du vergissest, wie lange ich in einem Lande war,wo Männer, Frauen und Kinder, Morgens, Mittags undNachts höflich zusammen schwatzen und dabei an nichts Ernst-licheres denken, als fich die Zeit zu vertreiben. Und auch ichvergesse, daß du von der alten englischen Schule bist, einSohn nach dem Herzen des Sir Henry, der über diesen Ge-genstand keinen Scherz versteht. — Aber ich bitte dich umVerzeihung, Albert, recht herzlich um Verzeihung, wenn ichdich wirklich beleidigt habe "
Indem er das sprach, streckte er seine Hand gegen denObristen Lee aus, welcher, fühlend daß er den Scherz des Kö-nigs zu vorschnell in einem üblen Sinne ausgelegt hatte, siemit Ehrfurcht küßte und fich zu entschuldigen versuchte.
„Kein Wort — kein Wort," sagte der gutmüthige Fürst,indem er Alberten aufhob, welcher vor ihm knieen wollte,„wir verstehen uns schon. Du fürchtest dich ein wenig vordem lustigen Rufe, den ich mir in Schottland erworben habe.Aber ich versichere dich, ich will in Gegenwart der FräuleinAleris Lee so zurückhaltend sein, wie du oder dein VetterObrist es wünscht; und meine Galanterien, wenn ich sie jawegwerfcn will, nur der schönen Hausmagd zuwenden, die