glaubte, ein Landmädchcn könne nur von ihrem Bruder träu-men; ich meinte dich damit, Albert, aber ich glaube, das Er-röthcn war doch zu tief, als daß es einem Bruder hätte gel-ten sollen. Sie stand auf und floh vor mir davon wie einRebhuhn. Ich kann sie entschuldigen — denn als ick michselbst im Bache ansah, kam es mir vor, als hätte ich selbst,wenn ich einer solchen Person begegnet wäre, Feuer und Mordgerufen. Nun, was denkst du, Albert — wer kann wohl die-ser Oberst sein, welcher in der Neigung deiner Schwester mehrals dein Nebenbuhler ist?"
Albert, der des Königs Denkweise, was das schöne Ge-schlecht betraf, wohl kannte, und wußte, daß sie weit frivolerals delikat sei, versuchte es, durch eine ernste Antwort dasGespräch zu endigen.
„Seine Schwester," sagte er, „wäre gewissermaßen mitdem Sohne ihres Oheims von mütterlicher Seite, MarkhamEverard, auferzogen worden; aber da sein Vater und er selbstdie Sache der Rundköpfe ergriffen habe, so wären die Fami-lien im Streit, und alle Pläne, die man früher gehegt hätte,wären nun von beiden Seiten längst aufgegeben."
„Ihr habt Unrecht, Albert, Ihr habt Unrecht," sagte derKönig, der unbarmherzig seinen Scherz fortsetzte. „Ihr Obriste,ihr möcht nun blaue oder orangenfarbne Aufschläge tragen,seid zu hübsche Bursche, um so mir nichts dir nichts fortge-schickt zu werden, wenn ihr einmal gewisse Ansprüche habt.Aber das schöne Fräulc.in Alexis, das die Wiedereinsetzungihres Königs mit einem Blicke und einem Tone wünscht, alswäre sie ein Engel, dessen Gebete es nothwendig bewirkenmüssen, sollte keine Neigung gegen einen heuchlerischen Rund-kopf hegen. Was meinst du — willst du mir nicht erlauben,mit ihr darüber zu sprechen? UebrigenS muß es mir am