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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
356
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Dieser zog sich endlich, wie cs schien, etwas unwillig zu-rück, als glaube er, sein junger Herr könne nach einer so lan-gen Abwesenheit einem treuen alten Diener wohl noch einigeWorte mehr gönnen.

Kaum war Joliffe fortgegangen, als, ehe noch Albert Leeund sein Page ein einziges Wort sprachen, der Elftere andie Thüre eilte, Schloß und Riegel untersuchte, und sie mitder genauesten Aufmerksamkeit schloß. Zu dieser Vorsicht fügteer noch einen langen Schraubenricgel hinzu, welchen er so an-schraubte, daß es unmöglich war, die Thüre zu öffnen, ohnesie in Stücke zu schlagen. Der Page hielt ihm das Lichtwährend dieser Beschäftigung, die sein Herr mit der größtenGewandtheit und Genauigkeit vollbrachte. Als sich aber Al-bert von seinen Knieen erhob, auf denen er während dieserBeschäftigung lag, da änderte sich plötzlich das Betragen derbeiden Gefährten ganz und gar. Der ehrenwerthe Mr. Ker-ueguy schien nun von einem tölpelichten Schotten plötzlich dieGrazie und die Lieblichkeit des Betragens und der Bewegun-gen bekommen zu haben, welche man nur durch eine früheund genaue Bekanntschaft mit den besseren Ständen erlangt.

Er gab dem Albert das Licht mit jener leichte» Gleichgül-tigkeit eines Vorgesetzten zu halten, der seinen Untergebenenmit einem leichten Dienst mehr begnadigt als beunruhigt.Albert seiner Seits übernahm mit der tiefsten Ehrerbietungdas Geschäft eines Fackelträgers und leuchtete seinem Pagendurch das Zimmer, ohne ihm dabei den Rücken zuzuwenden.Dann stellte er das Licht auf den Tisch am Bette, nahte sichdem jungen Manne mit tiefer Verehrung und empfing seinegrüne beschmutzte Jacke mit derselben Unterthänigkeit, alswäre er der Oberst Kämmerer oder ein anderer Großwürden-träger vom ersten Range, der dem Souverain den Mantel