„Du wenigstens bist doch verletzlich," sagte er.
„Verletzlich!" erwiederte der, den er so mächtiglich gepackthatte- — „Alle Welt, das könntest du, glaub ich', wissen, auchohne mich der Gefahr auSzufttzen, mich zu erwürgen. Wenndu mich nicht losläffest, so werde ich dir zeigen, daß ich auchnoch ringen kann."
„Roger Wildrake!" sagte Everard, ließ den Cavalier losund trat zurück.
„Roger Wildrake, ja freilich. Hieltst du mich für denRoger Bacon, der gekommen wäre, dir den Teufel bannenzu helfen? — denn eö riecht hier verzweifelt nach Schwefel."
„Das kömmt von der Pistole, die ich lvsfeuerte — hörtestdu sie nicht?"
„Ach ja doch, es war das, was mich erweckte — dennunter der Nachtmütze, die ich aufsetzte, schlief ich wie einMurmellhier. — Wahrhaftig es schwindelt mir noch davon."
„Aber warum kamst du denn nicht gleich? — Nie warmir Hülfe nöthiger."
„Ich kam so schnell wie möglich," antwortete Wildrake;
„aber es verstrich erst einige Zeit, ehe ich mich fassen konnte,
denn ich träumte von dem verfluchten Schlachtfelde zu Na-
seby; — übrigens war auch meine Thüre verschlossen, und ich
konnte sie nur erst dann öffnen, als mein Fuß die Schloffer-arbeit vernichtete."
„Was, sie war ja offen, als ich zu Bette ging," sagteEverard.
„Aber als ich aufstand, war sie verschlossen," erwiederteWildrake, „ich wundere mich, daß du mich nicht hörtest, alsich sie sprengte."
„Mein Geist war bei einer andern Sache beschäftigt,"sagte Everard.