einem Einsiedler, als einem alten Soldaten oder einemManne von Stande glich. Er hörte mit tiefer, andächtigerAufmerksamkeit auf einen ehrwürdigen Greis,', dessen abgetra-genes Kleid doch immer noch den geistlichen Stand verriethund der mit leiser, aber tiefer und voller Stimme das Abend-gebet vorlas, nach dem Ritus der englischen Kirche. Alexiskniete zu den Füßen ihres Vaters, und sprach die Nesponsenmit einer Stimme, die sich den Chören der Engel hätte an-schließen können, und mit der bescheidenen, ernsten Religio-sität, welche zu der Melodie ihrer Stimme paßte. Das An-gesicht des dienstthuenden Geistlichen hätte ehrfurchtsvoll aus-gesehen, wäre cs nicht durch ein schwarzes Pflaster entstelltgewesen, welches das linke Auge und einen Theil des Ge-sichtes bedeckte, und wenn nicht in seinen Zügen Sorgen undLeiden ausgedrückt gewesen wären. Als Oberst Everard ein-trat, erhob der Geistliche den Finger, als warne er ihn, denGottesdienst zu stören, und wies ihm einen Platz an, zu wel-chem sich, tief ergriffen von der Scene, die er erblickte, derHereingekommene mit möglichst leisem Schritte begab, undandächtig niederkniete, als gehöre er zu der kleinen Ver-sammlung.
Everard war von seinem Vater in dem puritanischen Glau-ben auserzogen worden; er war ein Mitglied der Sekte, diein ihrem Ursprung die Lehren der englischen Kirche und sogarihre Hierarchie nicht verwarf, sondern nur bei gewissen Ce-remonien, Gebräuchen und Ritualen, auf welchen der be-rühmte, unglückliche Land mit unzeitigem Eigensinn hielt, vonder damals herrschenden Kirche abwich. Waren also auch dieGrundsätze, welche Everard in dem Hause seines Vaters ein-gesogen hatte, den Lehren der englischen Kirche entgegen, sosöhnte ihn doch die Regelmäßigkeit, mit welcher der Gottes-