205
„Ich kann dir nicht antworten," sagte der Oberst, indemer in ein Zimmer trat, wo noch einige Ueberreste von Möbelnstanden.
Hier betrachtete der Royalist seine Person genau und riefverwundert aus: „Was Teufel, mit wem hast du denn ge-kochten, Markham, daß du so jämmerlich auöstehst?"
„Gefechten?" rief Everard aus.
„Ja," erwiedcrte sein treuer Gefährte, »ich sage gefochten,steh dich nur selbst im Spiegel"
Er that es, und sah, daß er mit Staub und Blut bedecktwar- Das letztere kam von einem Ritze, den er am Halsebekommen hatte, als er rang, um sich loszureißen. Mit un-geheucheltem Eifer löste Wildrake die Binde seines Freundesund eilte schnell, seine Wunde mit zitternden Händen undnassen Augen zu untersuchen, denn er fürchtete für das Lebenseines Wohlthäters. Als er aber, trotz Everards Widerstand,die Wunde untersuchte und höchst unbedeutend fand, nahm erdie natürliche Wildheit seines Charakters um so lieber wiederan, als er sich vielleicht schämte, davon abgcwichen zu seinund mehr Gefühl gezeigt zu haben, als man von ihm ver-muthete.
„Wenn das des Teufels Werk ist, Markham," sagte er, „sosind die Krallen des bösen Feindes nicht so furchtbar, wie manfie darstellt; aber Niemand soll sagen, daß dein Blut unge-rächt vergossen wurde, während Rocher Wildrake dir zur Seitestand. Wo ließest du denn dein Teufelchen? Ich will zurückauf das Schlachtfeld, will ihn mit meinem Degen messen,und wären auch seine Nägel zehn Pfennigsnägel, und seineZähne so lang wie die einer Egge, so soll er mir für die Be-leidigung, die er dir angethan hat, Genugthuung geben."
„Unstnn, Unsinn!" rief Everard aus; „ich bekam diese kleine