und Gelassenheit, daß Wildrake selbst von seinem würdigenBetragen ergriffen, sogleich Abbitte that.
Als er seine gewiß nicht unzeitige Ehrenerklärung schloß,welche der Geistliche sehr gütig aufnahm, waren sie dem äußernThore des Jägerhauses so nahe gekommen, daß sie die Schild-wache mit dem ausdrucksvollen Wer da begrüßte. OberstEverard erwiederte: „Ein Freund!" worauf die Schildwacheden Korporal der Wache rief. Oberst Everard nannte ihmseinen Namen sowohl, wie die seiner Gefährten, worauf derKorporal versetzte, er zweifle nicht, daß man ihnen augenblick-lichen Einlaß gewähren würde, aber vor allen Dingen müsseer Herrn Tomkins um Rath fragen, damit er die Ansicht Sei-ner Gnaden darüber erfahre."
„Hieher!" sagte der Oberst, „wagen Sie es, der Sie wissen,wer ich bin, mich vor der Thüre Ihrer Wache warten zu lassen?"
„Wenn Ew. Gnaden eintreten und es auf sich nehmenwollen; denn meine Befehle sind dem entgegen," sagte derKorporal.
„Nun, wenn das ist, so thun Sie Ihre Schuldigkeit," sagteder Oberst; „aber sind denn die Royalisten im Anzuge, oderwas gibt es denn, daß Ihr so strenge Wache haltet?"
Der Soldat gab keine deutliche Antwort, sondern brummtein seinen Schnurrbart etwas von dem Feinde und dem brüllen-den Löwen, der herumschleiche, um Beute zu erhaschen. Gleichdarauf erschien Tomkins, begleitet von zwei Kerzenträgcrn,die große Armleuchter trugen. Sie gingen vor dem OberstenEverard und seinem Gefolge her, hielten sich enge zusammenund fuhren von Zeit zu Zeit zurück, wenn ihnen etwas Unge-wöhnliches begegnete, und führten sie eine breite eichene Treppehinauf, wo sie zuletzt in einen großen Saal traten, wo einmächtiges Feuer flackerte, und das von zwölf gewaltigen Arm-