düng genoffen; doch gelang cs dem schwärmerischen Volks-liebling nie, sich die — unier den höheren Claffen üblichen —Höslichkeitsformcn anzueignen, wenigstens beobachtete er ffepicht. Sein Betragen war so derb, daß es zuweilen fastbauernmäßig war- Aber in seiner Sprache und in seinemBenehmen äußerte sich eine Kraft und eine Stärke, die seinemCharakter völlig entsprach, und welche Furcht, wo nicht garEhrfurcht einflößten; ja der finstere schlaue Geist beherrschteseinen Willen so sehr, daß er, wenn er wollte, zuweilen selbsthinreißend werden konnte. Sein Humor aber, der sich wohlauch hie und da zu zeigen pflegte, war niedrig, flach, manch-mal sogar etwas handgreiflich. Er war übrigens ein voll-kommener Engländer, verachtete die Tborheit, haßte dieZiererei und verabscheute die Ceremonie, so daß ihn alles die-ses, verbunden mit seinem Verstände und seinem Muthe, invieler Hinsicht zu keinem unpassenden Repräsentanten derenglischen Demokratie machte-
Seine Religiosität wird immer sehr in Zweifel gehülltsein, den er selbst wohl schwerlich hätte lösen können. Es gabbestimmt einmal eine Epoche in seinem Leben, in welcher erein aufrichtiger Schwärmer war, und seine Gemüthsstiinmung,die ein wenig mit Schwermuth vermischt war, von demselbenFanatismus ergriffen wurde, der zu seiner Zeit so viele Men-schen begeisterte- Wiederum gab es Perioden in seiner poli-tischen Laufbahn, wo wir ihm nicht unrecht zu thun glauben,wenn wir ihn der Heuchelei beschuldigen. Wir glauben soziemlich die rechte Mitte zu treffen- wenn wir annehmen, daßder religiöse Glaube zum Theil wirklich in seinem Gemüthegegründet war, zum Theil aber auch, so wie sein eigenesInteresse es verlangte, vorgeschoben wurde- So sinnreich aberist das menschliche Herz, nicht allein Andere, sondern auch sich