geflochten war, und versuchte es, ihre Thränen zu verbergen,die von innigen Danksagungen begleitet waren, welche sie mitgebrochener Stimme gen Himmel sandte, dafür, daß trotz dernahen Verwandtschaft der Parteien keine unglückliche Thaldie gefahrvolle heftige Unterredung beschlossen hatte. PhöbeMaiblume zwang sich, der Gesellschaft wegen, mitzuweinen,wenn sie schon von dem Vorgefallenen wenig verstand; jedochso viel davon begriff, daß sie späterhin einem halben DutzendBusenfreunde erzählen konnte, daß ihr alter Herr Sir Henryentsetzlich erbost gewesen wäre, und sich fast mit dem jungenEverard geschlagen hätte, weil er drauf und dran war, ihrFräulein zu entführen. —
„Und was hätte er wohl auch Gescheiteres thun können,"sagte Phöbe, „da er sah, daß dem alten Mann, weder für sichnoch für Fräulein Alcris etwas übrig blieb. Aber Mr. Mark-Ham Everard und unsere Dame die sprachen so verliebteDinge zusammen, wie man sie sogar in der Geschichte desArgalus und der Parthemir nicht findet, die doch, wie dasMährchenbuch erzählt, die treuesten Liebenden in ganz Arcadicnund sogar in Orfortshire waren."
Die alte Goody Jellycot in der Küche -alte ihre fcharlach-rothe Haube während des Streites mehr als einmal gerückt,aber da die ehrenwerthe Dame halb blind und mehr als halbtaub war, so waren der Erkenntniß zwei Hauptthürcn geschlos-sen; und wenn sie schon durch ein gewisses allgemeines Gefühlso viel begriff, daß die Edelleute sich zankten, so blieb ihrdoch sowohl der Gegenstand des Streites, als auch das einGeheimniß, warum man gerade Jocolin's Hütte zum Schlacht-feld gewählt hatte. Aber in welchem Zustande befand sichdas Gemüth des alten Ritters, dessen Lieblingsgrundsätzevon den letzten Worten seines Neffen so heftig angegriffen