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die Beleidigung gegen mich nach Belieben bis auf den höch-sten Grad steigern — und das nicht allein unserer Verwandt-schaft wegen, sondern weil mein Glaube mir es auferlegt,es liebevoll zu dulden. Und das, Sir Henry, ist viel vonJemand aus unserer Familie. Aber mit einer weit größerenEntsagung, als das erfordert, muß ich auch von Ihren Hän-den die Gabe zurückweisen, die ich von allen Dingen unterdem Himmel am meisten zu erlangen wünsche, weil die PflichtIhr befiehlt, Sie zu unterstützen und zu trösten, und weil esSünde wäre, Ihnen in Ihrer Verblendung zu erlauben, IhrenTröster von Ihrer Seite zu stoßen. — Leben Sie wohl Sir,ich scheide von Ihnen, indem ich Ihnen nicht zürne, sondernSie bemitleide. — Wir werden uns vielleicht in besseren Zei-ten wieder treffen, wenn Ihr Herz und Ihre Grundsätze jeneunglückseligen Vorurtheile beherrschen werden, die Sie nunverdunkeln. Leb wohl — Leb wohl, Aleris!"
Zweimal wiederholte er die letzten Worte, mit einem Aus-druck des Gefühls und des leidenschaftlichen Kummers, derso sehr von dem kräftigen und fast strengen Tone abwich, mitdem er den Sir Henry Lee angeredet hatte. Kaum hatte erdie letzten Worte ausgesprochen, als er sich umwandte, dieHütte verließ; als schäme er sich der Zärtlichkeit, die sich inseine Rede gemischt hatte, eilte der junge Republikaner festund entschlossen fort, und der Mond verbreitete sein HellesLicht und den herbstlichen Schatten über den weit ausgedehn-ten Wald.
Aleris, welche während der ganzen Scene in der furcht-barsten Angst schwebte, daß die Heftigkeit des Temperamentesihres Vaters ihn verleiten möchte, von heftigen Worten zuheftigen Handlungen überzugehen, sank, als der junge Evcrarddie Hütte verlassen hatte, auf einen Sitz, der von Weiden