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die an beiden Seilen Löcher in den Stein gehauen waren.Am Ende des Ganges traten sie in ein kleines Vorzimmer,welches in den GescllschaftSsaal des guten Ritters führte,das von zwei Fenstern erleuchtet ward, welche eine weiteAussicht in den Forst gewährten. Die Stube war mit mehre-ren Abbildungen fürstlicher Personen geziert, aber unter denFamilien Bild» fsen zeichnete sich besonders ein Gemälde inLebensgröße aus, welches über dem Kamine hing, das gleichjenem in der Halle, massiv von Stein gebaut und mit Wap-pen und Devisen geziert war- Dieses Gemälde stellte einenMann von etwa 50 Jahren dar, in vollständiger Rüstung inder scharfen, trockenen Manier Holbeins gemalt, und nach derentsprechenden Jahreszahl zu urtheilen, wahrscheinlich ein Werkdieses Künstlers selbst. Die Spitzen und Winkel der Rüstung,die kräftig in das Auge fielen, 'waren für den harten Pinselder damaligen Zeit ein geeigneter Gegenstand der Darstellung.Der verblichenen Farben wegen, schienen die Züge des Rittersbleich und schwermüthig zu sein, wie die eines Wesens auseiner anderen Welt. Doch drückte sich Stolz und Uebermuthdeutlich darin aus. Mit seinem Feldherrn-Stabe zeigte erauf den Hintergrund, wo in der — dem Künstler eigenenPerspective eine brennende Kirche oder ein Kloster zu sehenwar, aus welchem vier oder fünf Soldaten mit rothen Röckenim Triumph ein Gefäß wegtrugen. Eine Rolle über ihrenKöpfen trug die Inschrift: I-ee Victor sic voluit (so wolltees der Sieger Lee). Dem Bildniß gegenüber in einer Nischebefand sich eine vollkommene Ritterrüstung, deren schwarzeund goldene Farben und Verzierungen mit denen auf demBildnisse vollkommen übercinstimmten.
Das Gemälde war eins von denen, deren Ausdruck so-gleich die Aufmerksamkeit derjenigen anzog, welche keine Kunst-