Haus zugehörte, und dic der jagdliebenden Ritter, deren Auf-sicht cs anvertraut worden war-
Am unteren Ende der Halle ragte ein mächtiges steinernes,zehn Fuß hohes Kamin hervor, das mit vielen NamenszügenUnd mit dem Wappen des königlichen Hauses von Englandgeziert war. Jetzt öffnete cs seinen gewölbten Bogen wieeine Grabcsstätte oder wie der Krater eines verloschenen Vul-kans. Aber die schwarze Farbe des massiven Steinwerkszeigte, daß einst eine gewaltige Flamme über dem Kamingelodert haben mußte, und sich manche Rauchwolke über dieHäupter der fröhlichen Gäste verbreitete, deren Königs- undAdelöwürde sich noch nicht so empfindlich gemacht hatte, umüber eine so kleine Unbequemlichkeit zu klagen. Die alte Tradi-tion des Hauses sagte, daß man dabei zwischen Mittag undAbend regelmäßig zwei Fud?r Holz verbrannte; auch warendic Gestelle, die man für das Feuer in dem Kamine gebrauchte,in der Gestalt von so ungeheuren Löwen gearbeitet, daß mander Sage wohl Glauben schenken durfte. Man wußte noch unterAnderem aus der Sage genau den Platz, wo König Stephansaß, als er sich seine Strümpfe stopfte, und man erzählte sichnoch die Späße, die er mit dem kleinen Winkin, dem Schnei-der von Woodstock, trieb.
Der größte Theil dieser rohen Belustigungen gehörte indie Zeit der PlantagcnetS; als aber das Haus Tutor zumTbron gelangte, hielten sie ängstlicher auf ihre königliche Würde,speisten in den inneren Sälen und Zimmern, und überließendie äußere Halle der Leibwache, welche die Nacht mit Trink-gelagen fröhlich durchschwärmte.
Jocolin zeigte seinem düsteren Begleiter die Eigenheitendes Ortes, und beschrieb sie ihm kürzer, als wir es gethan