„Was für Gefäße?" rief der alte feurige Ritter, „undwem sollen sie gehören? Niedriger Hund, sprich in meinerGegenwart ehrfurchtsvoller von dem königlichen Märtyrer,oder ich will etwas thun, das mir gegen deinen niedrigenKörper nicht ziemen möchte." Er riß seinen Arm von derTochter los, und legte die Hand an's Schwert. Ganz ruhigaber blieb sein Gegner, der mit der Hand winkte, und miteiner Gelassenheit, die den Ritter noch mehr aufbrachte, zuihm sagte:
„Guter Freuno, ich bitte dich, bleib doch ruhig, und streitenicht mit mir. — Einem Manns mit grauen Haaren und mitschwachen Armen ziemt es nicht, wie ein Betrunkener zuschimpfen und zu toben. Zwinge mich nicht dazu, zu meinerVertheidigung fleischliche Waffen zu gebrauchen, sondern horchauf die Stimme der Vernunft. Siehst du es denn nicht ein,daß der Herr diesen großen Streit zu unfern und der Unsri-gen Gunsten gegen dich und die Deimgen entschieden hat?Entsage daher ruhig deiner Stelle, und überliefere mir dasEigenthum jenes Mannes Earl Stuart."
„Die Geduld ist ein gutes Pferd, aber am Ende reißt esaus!" sagte der Ritter, der nun seinen Zorn nicht längermehr meistern konnte. Er gab dem Soldaten einen tüchtigenSchlag mit der Scheide, zog dann den Degen im Augenblickund bereitete sich zum Kampf. Der Gegner warf seinen lan-gen Mantel von der Schulter, zog sein Schwert und stelltesich zur Wehr. Laut klirrten die Schwerter, und Aleris rieferschrocken nach Hülfe. Aber der Kampf dauerte nicht lange,der alte Ritter hatte einen Mann angegriffen, der so geübt,oder wohl noch geübter im Fechten war, wie er, und der zu-gleich, die Kraft und die Behendigkeit ungerechnet, welche dieZeit dem Sir Lee geraubt hatte, auch noch eben so ruhig,