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„So, also ein Auftrag ist es! Bei meiner Ehre, das dachteich gleich. Ja ja, es ahndete mir auch Etwas in Betreff desGesandten. Nun, mein Fräulein, entledigen Sie sich ihrerBotschaft, ich werde Sie mit Geduld anhören."
„Also, mein theurer Vater, mein Onkel Everard wünscht,Sie möchten sich doch gegen die Commissäre, welche hieherkommen, um den Park und das Eigenthum in Beschlag zunehmen, höflich betragen, oder sich wenigstens hüten, Wider-stand zu leisten. Es müßte selbst nach Ihren Grundsätzenthöricht gehandelt sein, und würde nur einen Vorwand dar-bieten, Sie als einen königlich Gesinnten zu verfolgen, wasaußerdem verhütet werden könnte. Ja, er hegt die Hoffnung,daß cs ihm, wenn Sie seinen Rath befolgen, gelingen könnte,durch den Einfluß, den er besitzt, die Commission zu bewegen,die Beschlagnahme Ihrer Güter in eine mäßige Geldstrafe zuverwandeln- So spricht mein Oheim, und nachdem ich Ihnenseinen Rath mitgetheilt habe, will ich Ihre Geduld nicht weiterin Anspruch nehmen."
„Du hast auch ganz recht, daß du cs nicht thust," erwie-derte Ritter Lee mit unterdrücktem Unwillen; „denn ich schwörees dir beim heiligen Kreuze, ich hätte dich dann nicht mehrfür meine Tochter gehalten. — Ach meine vielgeliebte Gattin,die du nun hoch erhaben bist über die Sorgen und Leidendieser Welt, du hättest es wohl nicht gedacht, daß die Tochter,die du unter deinem Herzen trugst, wie das gottlose WeibHiobs, in der Stunde des Unglücks ihren Vater in Versuchungführen und ihm rathen würde, sein Gewissen seinem Vorthcilaufzuopfern, und aus den bluttriefenden Händen der Mörderseines Königes, und vielleicht auch seines Sohnes, die arm-seligen Ueberbleibscl des geraubten Eigenthums zu erbetteln?Mädchen, wenn ich einmal betteln muß, glaubst du allenfalls,