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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
Seite
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den streiften, ihn, wenn nicht allenfalls eine völlige Unter-suchung angestellt werden sollte, vor Entdeckung sicherten.

Der Herr und die Dame näherten sich unterdessen undnahmen ihren Weg nach einem ländlichen Sitze, der sich nochder Sonnenstrahlen erfreute, und nahe an dem Baume war,wo sich der Fremde versteckt hatte. Der Mann war schonbei Jahren, schien jedoch mehr von Kummer und Krankheit,als vom Alter gebeugt zu sein. Ueber einem schwarzen Kleidetrug er einen Trauermantel, welcher jenen malerischen Fal-tenwurf beschrieb, den Vandyk verewigt hatte. War schondas Kleid sogar schön zu nennen, so war es doch so nachlässigangelegt, daß man daraus das Uebelbefinden des Manneserrathen konnte. Seine Züge trugen zwar den Stempel sei-nes Alters, waren aber noch sehr lieblich, und verriethen sowie sein Anstand und seine Kleidung den Mann von Standund Würde. Auffallend war cs, daß er einen langen weißenBart trug, der weit über die Brust und das ausgeschnitteneKleid hcrabfiel, und sonderbar mit der Farbe seines Anzugscontrastirte.

Die junge Lady, welche diesen ehrwürdigen Herrn gewisser-maßen zu unterstützen schien, da sie Arm in Arm gingen, wareine schlanke, sylphenartige Gestalt, von so zartem Bau undso schöner Gesichtsbildung, daß die Erde, auf welcher sie ein-hcrwandelte, für ein so^itherisches Wesen ein zu schwerfälliger,grober Boden zu sein schien. Aber von den menschlichen Be-kümmernissen ist auch die Schönheit nicht befreit. Thränenglänzten im Auge des schönen Wesens; sie crröthete höher, alssie ihrem bejahrten Begleiter zuhvrte; aus ihren schwermüthi-gen, mißvergnügten Mienen konnte man abnehmen, daß dieUnterredung für beide gleich betrübend war. Als sie sich aufdie Bank niederließen, konnte der horchende Soldat die Rede