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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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es ihnen gerade einfiel. Der Streit ward unterdessen hefti-ger; Holdcnough rief um Hülfe.

Herr Maire von Woodstock seid Ihr auch einer vonjenen gottlosen Richtern, die das Schwert der Gerechtigkeitblos zur Zierde tragen? Burger, helft ihr eurem Seel-sorger nicht? Ihr ehrenwerthen Rathsherren, wollt ihr michauf der Treppe der Kanzel selbst, von diesem Sohne Belialserwürgen lassen? Aber ich werde ihn schon überwältigen undmich seiner Banden entledigen."

Indem er das sprach, hielt fich Holdenough an dem Ge-länder und versuchte cs, die Treppe hinauf zu steigen. DerSoldat aber hielt ihn fest am Saum des Mantels, so daßder ehrwürdige Pfarrer dem Ersticken nahe war; doch gelanges ihm, bei den letzten Worten die Schnur des Mantels ge-schickt zu lösen. Das Gewand gab plötzlich nach, der Soldatfiel die Treppe rücklings herab, und der erlöste Pfarrer er-reichte glücklich die Kanzel, wo er einen Siegspsalm über dieNiederlage des Feindes anstimmte. Aber seine Sicgcshpmneverhallte unter dem Tumult der Zuhörer, so daß man seinenund seines treuen KüsterS-Gesang nur stoßweise hören konnte,gleich dem Heulen der Eulen im Sausten des Sturmes.

Die Ursache des Aufstandes war folgende. Der Maire,ein eifriger Presbyterianer, bemerkte gleich anfangs mit großemUnwillen die Anmaßungen des Soldaten, wagte cs jedochnicht, sich mit einem bewaffneten Mann in Streit cinzulassen,so lange dieser auf seinen Füßen stand und Widerstand leistenkonnte. Als er aber sah, daß der Independent fich auf demRücken wälzte, den Genfer Mantel des Geistlichen in derHand, da stürzte er hervor, rief, den Uebermuth dulde ernicht länger, und befahl dem Constabel, den Soldaten zu er-greifen, wobei er in seinem Zorne auSrief: «Ich will einen