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Der Freiherr nahm Abschied. Jsenhofer begleitete ihn. Ausähnliche Weise war auch kurz vorher schon die Zigeunerin beschenkt,and dem Freihof und zum Stadtthor hinauSgcbracht worden.
Alle befanden sich durch die Vorgänge dieses Tages, zumaldurch die letzten Austritte, in sehr erregter Gemüthsstimmung,selbst der Lollhard; nur fehlte es der Stimmung an Einklang.Herr Rüdiger mahnte seine Gäste, die verlassenen Plätze derTafel einzunehmen. Er selbst gab das Beispiel, ließ sich auf denWappenstuhl nieder, und füllte die Silberbecher von neuem.
„DaS ist mir ein recht heiliger Tag geworden, Kinder," sagteer gerührt, „er hat mich mit Himmel und Erde versöhnt. Selbstdie stürmische, tolle Unterbrechung unsers Festes mußte den Glanzdesselben vermehren."
— Gott ist groß! rief der Lollhard, und reichte dem altenRitter die Hand: Heil dir, mein Bruder! Du hast auf dem Haupteeines Todfeindes feurige Gluth gesammelt, und einen Schritt zuGott gethan.
„Preise mich nicht, Freund," antwortete Herr Rüdiger: „hierwar vielleicht mehr Klugheit, als Gottesfurcht. In meiner Machtlag freilich, den Bösewicht Thomas zu verderben, oder an Bernauszulicfcrn; aber mir fehlte zum ersten das Recht, zum zweitendie Verpflichtung. Ich halt' ihn nicht mit Waffen auf ehrlicheWeise, wie Kriegsmänncrn geziemt, zu meinem Gefangenen ge-macht. Jetzt Hab' ich ihn gegen Stadt und Land von Bern ent-waffnet, und die Blutrache der Falkensteine von Aarau und meinemHause abgewendet."
— Es mag Edelthat gewesen sein, mein Herr Vater, sagteGangolf mißmuthig, auch Wohl kluge That. Doch verzeiht, wennsich mein Innerstes fort und fort dagegen empören will. DennFreilassung des Ungeheuers scheint ein ewiges Unrecht gegen Alleszu sein, was Ehre, was Vortheil der Eidgenossen, was Berns