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anschlag, als die sind, die aus deinem Lügenrachen durch die Lustfahren,"
Die Alte lachte laut und rief: „Andere? Alter Schatz, du hastden Wolf in der Falle, pelz' ihn selbst aus. Frag' ihn! "
— Wen fragen? erwiederte Herr Rüdiger verdrossen,
„Hast du den Falkenstein nicht im Thurme?" versetzte die Zi-geunerin, „Frag'ihn, foltr'ihn, quäl'ihn, tropfenweis zapf'ihmdas Blut ab, faserweis reiff' ihm das Herz aus. Du hast ihn,"— Bist du von Sinnen? fuhr Rüdiger sie an,
„Hast ihn! Laß ihn dir bringen. Am Bilgcrihof erschaut'ichihn gestern Abends im Zwielicht, Ich kannte den Schwarzwälderschnell; mich sah er nicht, Hui, dacht' ich, erst meinem Junker dasBräutchen: dann ruf' ich meine Jungen und wir machen auf denwilden Eber Jagd. Es ist aber keine Stunde, stand er schon wiedervorm Aarthor, setzte mir nach und lief von selbst in die Falle,sobald er drin das Täubchen sah." Sie zeigte mit de», langen,dürren Finger auf Veronika,
„Wer? Wer?" riefen alle Männer zugleich,
— Falkenstein! schrie die Zigeunerin: Blind war er, wiederAuerhahn zur Balzzeit.
„Ich glaub' eS nicht, du Lügenvcttcl," sprach Rüdiger: „MeinSohn, rufe den Langenhardt! "
Die Aeghpterin wiederholte ihre Aussage mit vielen Bctheue-rungen, Gaugolf und Langenhardt kamen, Rüdiger befahl, dasWeib in Gewahrsam zu bringen, kein Wort mit demselben zuwechseln oder wechseln zu lassen, es jedoch mit Speise und Trankaufs Beste zu Pflegen, Zugleich gebot er, den gefangenen Schwarz-wälder herauf zu führen. Keiner jedoch von Allen maß den Wortender Zigeunerin Glauben bei. Denn das Erscheinen eines Todfeindes,und in solcher abenteuerlicher Verkappung, und nach so großenFreveln, und inner den Mauer» einer Stadt, welche znr schwer-