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und flammenden Blicken, und rief, indem sie die Hände flehent-lich gefaltet gegen ihn streckte: „O Gangolf, Gangolf! muß dasnun der Ausgang unserer unglücklichen Liebe sein, und willst dunun ln dieser unwirthbarcn Wildniß des Gebirges von nur schei-den und auf ewig das Herz brechen, welches einst für dich schlugund — o, laß mich's bekennen — noch jetzt nach dir zieht! Gan-golf, ich habe dir oft gezürnt, aber nie aufgehört dich zu lieben.Ich habe geschworen, dich hassen zu wollen, und konnte mein un-gehorsames Herz nicht zähmen. Gaugolf, willst du cs für immer-dar brechen? — Ich habe dich gekränkt, du mochtest unschuldigsein; ich habe dich gekränkt, aber cs war im maßlosen, unbeson-nenen Zorn einer Leidenschaft, die du ln mlr entzündet hattest.Ich war meiner selbst nicht mächtig; ach, ich bin es noch heutenicht! Hab' ich dich nicht oft vor mlr selber und meinen unglück-lichen Launen gewarnt? Du hast meine Furcht beschwichtigt. Er-innere dich des FrühlingSmvrgcns ans LandSkrvn, als du au mei-nem Halse lägest und riefest: „Ich wollte, ich hätte dir eine Tod-sünde zu verzeihen! — Gangolf, Gangolf, löse deine Gelübde!"
— Fräulein, Ihr selber habt mich ihrer entlassen!
„Nein, nein, ich that's nicht; mein Wahnsinn hat es gethan,mein Herz wußte nicht darum. Gangolf, hier ruf' ich meine zärt-liche Freundin, ich rufe den allwissenden Himmel und diese ewigenelsen zum Zeugen, ich that'S nicht. Willst du deine Geliebte,als Gefangene, mit dir schleppen und sie de» Feinden ihres BaterSauSliefcrn? Ist deine Rache gegen ein verzweifelndes Mädchen sounersättlich? Gangolf, bei der Liebe, die du mir einst weihtest,bei dem Edelmuth, der dich nie verließ, gönne mir das Recht derletzten Bitte, und gib mich nicht der Schmach preis!"
Ein schönes Roth glühte über ihre Wangen hin, indem sieredete und ihre Blicke mit Kummer und Zärtlichkeit an seinenAugen hingen. Ihre erhabene Gestalt, voll anmuthiger Beweg-